Gespräch

Kultur in ländlichen Räumen – „Es braucht mehr finanzielle Förderung und mehr junge Ehrenamtliche“

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INTERVIEW
Astrid Tauch

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Der Deutsche Kulturrat hat ein Dossier zum Thema „Land-Art-Kultur in ländlichen Räumen“ vorgelegt. Darin fordert Harriet Völker von TRAFO (Programm der Kulturstiftung des Bundes zur Unterstützung von Kultur in ländlichen Regionen) eine bessere Vernetzung von ehrenamtlichen Kulturschaffenden, die Förderung von Einzelprojekten, aber auch eine längerfristige „Prozessförderung“. Das heißt, ein über drei bis vier Jahre finanziell abgesichertes Ausprobieren von neuen Projekten.

Oftmals gebe es bereits eine Vielzahl an ehrenamtlichen Akteuren im ländlichen Raum, jedoch seien diese nicht immer sichtbar:

„Uns ist aufgefallen, dass es diesen Einzelakteuren schwerfällt, sich Gehör zu verschaffen, sichtbar zu werden, gemeinsam eine Position zu beziehen. Und durch Vernetzung und Beteiligung erreicht man genau das.“

Wichtig sei, dass sich Kulturinstitutionen auf dem Land für neue Aufgaben und Kooperationen öffnen. Das Programm „TRAFO – Modelle für Kultur im Wandel“ unterstützt dabei Regionen wie die Schwäbische Alb oder die Westpfalz.

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