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Keltisches Grab per Schwertransport verlagert

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Ein altes keltisches Prunkgrab wurde gestern nahe der Heuneburg ausgehoben und per Schwertransporter nach Ludwigsburg gebracht. Das Forscher*innenteam um Dirk Krauße, Projektleiter bei der Landesarchäologie Baden-Württemberg, erhofft sich von dem Projekt neue Erkenntnisse über die Sozialgeschichte der Kelten. Er erklärt, warum es nötig war das 80 Tonnen schwere Stück Erde auszuheben und durch halb Baden-Württemberg zu karren.

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Außergewöhnlich gut konserviert

Bei dem Grab handle es sich um ein komplett aus Holz gebautes Kammergrab aus dem Jahr 600 vor der Zeitrechnung. Das besondere, so der Wissenschaftler, sei, dass das Holz durch die feuchte Umgebung an dieser Stelle noch komplett erhalten sei.

Dadurch, und durch die außergewöhnlich gut erhaltenen Beigaben aus organischen Materialien, ließe sich im Labor eine jahrgenaue Datierung des Grabes vornehmen. Die Forscher*innen erhoffen scih davon neue Erkenntnisse über die Frühphase der vermutlich ältesten Stadt nördlich der Alpen, der Heuneburg.

Trockenheit zieht Fund in Mitleidenschaft

Der Zeitpunkt, das Grab auszuheben, sei festgelegt worden, weil man bei Bohrungen festgestellt hatte, dass sich der Zustand der Hölzer durch die trockenen Sommer der vergangenen Jahre bereits zusehends verschlechtert hatte.

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