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Kämpferin für die Kunst: Galeristin Dorothea van der Koelen

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Kurz nach dem Abitur hat Dorothea van der Koelen gewagt, was selbst älteren Menschen viel Mut abverlangt: Sie hat all ihre Ersparnisse genommen und eine Galerie aufgemacht. Der Mut wurde belohnt. Inzwischen hat die promovierte Kunsthistorikerin eine weitere Galerie in Venedig eröffnet und gehört zu den einflussreichen Frauen des Kunstbetriebs.

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Stolz blickt die heute 60-jährige Galeristin zurück auf die Anfangszeit der Zimmergalerie im elterlichen Haus. Sie ist ein Künstlerkind – der Vater war Architekt, die Mutter ist die arrivierte Künstlerin Lore Bert.

Self-made woman par excellence

Damals macht sich van der Koelen als jüngste Ausstellerin auf der Art Basel und jüngstes Mitglied im Verband Deutscher Galerien mit ihrem Schwerpunkt Konstruktiv-Konkret, Konzeptkunst schnell einen Namen.

Dank ihres guten Gespürs und aufgrund ihrer Promotion in Kunstgeschichte wird sie auch als Kuratorin von großen Museen wie dem Jeu de Paume in Paris anerkannt.

Feste Größe im Kunstbetrieb

Sie hat führende europäische Künstlerinnen und Künstler unter Vertrag: Günter Uecker, François Morellet, Eduardo Chillida, Fabrizio Plessi, Vera Röhm und ihre Mutter Lore Bert. 2001 eröffnet sie „La Galleria“ in Venedig, 2002 nimmt sie an der Ausstellung „Wasser, Sand, Weite“ der Sharjah Art Foundation in den Vereinigten Arabischen Emiraten teil.

Vielfältige Projekte in Mainz und weltweit

Vorträge, Podiumsdiskussionen, eine Ausstellung für die Biennale 2013 in Venedig kuratieren – 100 Stunden Arbeit pro Woche reichen manchmal nicht aus, zumal es inzwischen auch eine Stiftung für Kunst und Wissenschaft in der neuen Galerie CADORO in Mainz gibt.

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