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Die Festung Ehrenbreitstein in Koblenz ist ein renommierter Ausstellungsort für Fotografie. Die neue Ausstellung mit dem Titel „Gute Aussichten“ zeigt Werke der besten jungen deutschen Fotograf*innen. Die neun Kunstschaffenden wurden unter mehr als 80 Bewerbern von fast 40 Hochschulen ausgewählt.

Gute Aussichten (Foto: SWR, Natali Kurth)
Lisa Hoffmann beschäftigt sich in ihrem Zyklus „Atlas der Essenz“ mit politischen und sozialen Ereignissen und mit Bildern, die zu Kriegen entstehen. Die Fotografin sammelt Fotografien von Kriegsereignissen und collagiert sie übereinander, so dass regelrechte Wimmelbilder entstehen. Natali Kurth Bild in Detailansicht öffnen
Marco Mehringer schießt für „Schusslicht Sarajewo“ Fotos von bereits vorhandenen Schusslöcher in Mauern oder Häusern, durch die Menschen beschossen wurden. Krieg bedeutet töten. Das ist seine Aussage. Marco Mehringer: Schusslicht Sarajewo, 2019. Pressestelle Marco Mehringer, gute aussichten gGmbH Bild in Detailansicht öffnen
Victoria Vogel beschäftigte sich in ihrer Wahlheimat Seoul mit dem Frauenbild der koreanischen Gesellschaft und fotografierte junge Mädchen in ihren Schuluniformen. (Postkartenidylle, von Victoria Vogel) Natali Kurth Bild in Detailansicht öffnen
Victoria Vogel: Sie sehen sich als Idole - koreanische Mädchen, fotografiert in den Straßen von Seoul. Natali Kurth Bild in Detailansicht öffnen
Koreanische Lolitas haben oft mehr als 20.000 Fans. Sie verkaufen Fanartikel, zum Beispiel Strümpfe, und haben Kultstatus. Victoria Vogel hat sie in Seoul getroffen. Natali Kurth Bild in Detailansicht öffnen
Lukas von Rentum untersucht den Perspektivenwechsel in Kaliningrad. Natali Kurth Bild in Detailansicht öffnen

Ein zentrales Thema ist bei allen Unterschieden die Auseinandersetzung mit Themen wie Krieg, Frieden, Information und Desinformation. Interessant ist, dass einige der jungen Preisträger auf einen Facebook Account bewusst verzichten, obwohl ihnen die nahezu virale Verbreitung von Informationen über das Netz durchaus bewusst ist.

Fotografie „Heimatfront“ – Wie mitten im friedlichen Oberschwaben der Krieg simuliert wird

Der Fotograf Claudio Hils hat über Jahre hinweg Einrichtungen für militärische Übungen in Oberschwaben erkundet. In ehemaligen Atomwaffendepots, alten Wehrmachtskasernen und hochmodernen Trainingszentren findet er Bilder des Militärischen, die eine zivile Gesellschaft mit der Frage herausfordern: Wie stehen wir zur Einstudierung und zur Ausübung von staatlicher Gewalt?  mehr...

SWR2 am Morgen SWR2

Ausstellung „Oriental Grand Tour“: Fotografien aus der Sammlung Ruth und Peter Herzog im Antikenmuseum Basel

Fotos von den ersten Orientreisen im 19. Jahrhundert stehen im Fokus einer Ausstellung im Antikenmuseum Basel. Sie zeigen, wie die Entdeckung der Fotografie den Tourismus in der Region verstärkte und wie auf diese Weise vor Ort neue Wirtschaftszweige entstanden, z. B. Fotostudios. Die Bilder stammen aus der Fotosammlung Ruth und Peter Herzog. Das Basler Sammlerpaar bestückt gerade 3 Ausstellungen in Basel mit Teilen seiner rund 500 Tausend Exemplare umfassenden Fotokollektion.  mehr...

SWR2 Journal am Mittag SWR2

Fotografie „Die Angehörigen“ in Mannheim zeigt Hinterbliebene von rassistischer Gewalt

„Die Angehörigen“ – so heißt eine Fotoausstellung, die bis zum 10. Oktober im Mannheimer Kulturhaus zeitraumexit zu sehen ist. Sie zeigt Fotografien von Menschen, die einen nahen Menschen durch rassistische Gewalt verloren haben. Es sind ganz alltägliche Situationen, in denen die Portraits aufgenommen wurden. Am Wohnzimmertisch beim Kaffeetrinken oder auf der Treppe hinunter zur U-Bahn. Und doch spürt man, wie jemand fehlt am Tisch oder welche Überwindung es kostet, zur U-Bahn zu gehen. Die Ausstellung ist Teil des zeitraumexit-Projekts „Du sollst Dir ein Bild machen“.  mehr...

SWR2 Journal am Mittag SWR2

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