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Die Retrospektive des 100-jährigen Pariser Künstlers Pierre Soulages im Museum Frieder Burda galt als eines der Museumshighlights dieses Herbstes. Kunscht! hat kurz vor dem Teil-Lockdown mit den beiden Kuratoren über die große Schau gesprochen.

Er lässt die Farbe Schwarz leuchten wie kein anderer: Pierre Soulages, der bekannteste lebende Künstler Frankreichs und im wortwörtlichen Sinn ein Jahrhundertkünstler. Am 24. Dezember 1919 im südfranzösischen Rodez geboren, feierte Pierre Soulages im letzten Jahr seinen 100. Geburtstag mit einer exklusiven Ausstellung im Pariser Louvre. Nach Picasso und Magritte ist er der einzige Künstler, dem diese Ehre zu Teil wurde.

Soulages. Schwarze Flachreliefs (Foto: SWR, Marie-Dpminique Wetzel)
Am Ende der Ausstellung im lichtdurchfluteten großen Saal im Erdgeschoss Marie-Dpminique Wetzel Bild in Detailansicht öffnen
Riesige komplett schwarze Gemälde, die in den letzten zehn Jahren entstanden sind. Schaut man genau hin, sind es keine monochromen, schwarze Flächen, sondern so etwas wie Flachreliefs. Marie-Dpminique Wetzel Bild in Detailansicht öffnen
Pierre Soulages hat in die dick aufgetragene Ölfarbe mit Spachteln tiefe Rillen hineingezogen – mal quer, mal längs mal diagonal. Marie-Dpminique Wetzel Bild in Detailansicht öffnen
Das Schwarz von Pierre Soulages wirkt sehr lebendig. Marie-Dpminique Wetzel Bild in Detailansicht öffnen

Bis 28.2. wollte das Museum Frieder Burda eine Retrospektive mit Arbeiten von 1946 bis 2019 zeigen. Von frühen Gemälden auf Papier bis zu großformatigen Arbeiten der Werkgruppe „Outrenoir“. Monochrom schwarze Gemälde, die durch Lichtreflexionen ganz eigene Räume schaffen und den Künstler weltweit berühmt gemacht haben.

Kunscht! war kurz vor dem Teil-Lockdown im Museum Frieder Burda, hat die beiden Kuratoren Udo Kittelmann und Alfred Pacquement  getroffen und eine großartige Ausstellung gesehen, die hoffentlich ab Dezember wieder zu sehen ist.

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