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„In die Weite“: Ausstellung in Köln zu 1700 Jahren jüdischen Lebens in Deutschland

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Ein erster schriftlicher Nachweis bezeugt, dass mindestens seit 1700 Jahren Jüdinnen und Juden im heutigen Deutschland leben. Im Jahr 321 erließ der römische Kaiser Konstantin ein Dekret, das es den Städten erlaubte, auch Juden in den Rat zu berufen. Eine Abschrift dieses Dekrets ist Herzstück der Ausstellung, die bis zum 15. September 2022 präsentiert wird.

Die Kölner Ausstellung „In die Weite“ im katholischen Kunstmuseum Kolumba wird in Kooperation mit dem jüdischen Museum MiQua gezeigt. Kurator Thomas Otten betont wie wichtig es sei, nicht nur die Geschichte zu erzählen, sondern auch den Bezug zur heutigen Gesellschaft herauszustellen.

In die Weite. Aspekte jüdischen Lebens in Deutschland
KOLUMBA. Kunstmuseum des Erzbistums Köln
15. September 2021 – 15. August 2022

Stuttgart

Festjahr 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland

Im Jahr 2021 feiert die Bundesrepublik Deutschland das Festjahr „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“. Aus diesem Anlass soll nicht nur gegen das Wiedererstarken des Antisemitismus gekämpft, sondern vor allem auch auf die vielfältigen Lebensrealitäten der Jüdinnen und Juden in Deutschland geblickt werden.  mehr...

Gesellschaft Neueröffnung des Zentralarchivs zur Geschichte der Juden in Heidelberg: „Ein besonderer Wert“

Dass es nach der Shoa — dem nationalsozialistische Massenmord an den Juden und Jüdinnen Europas — wieder jüdisches Leben in Deutschland gibt, ist ein großes Wunder. Die Erinnerung daran und die Geschichte diese jüdischen Gemeinden bewahrt das Zentralarchiv zur Erforschung der Geschichte der Juden in Deutschland in Heidelberg auf. Seit 1987 besteht das vom Zentralrat der Juden in Deutschland getragene Archiv. Nun unterstützt das Bundesinnenministerium die Aufgaben des Zentralarchivs und hebt es damit auf den Rang von Bundes- und Landesarchiven  mehr...

SWR2 Journal am Mittag SWR2

Gespräch Angekommen! Jüdische Autor*innen schreiben in Deutschland

„1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ – das wird dieses Jahr gefeiert. Denn ein Edikt des römischen Kaisers Konstantin aus dem Jahr 321 belegt, dass damals bereits Jüdinnen und Juden in Köln lebten. Trotz der schweren Pogrome zu Beginn des Ersten Kreuzzugs (1096), während der Pest (1349) und auch trotz des noch immer unfassbaren Holocaust im 20. Jahrhundert leben bis heute Jüdinnen und Juden in Deutschland. In den letzten Jahrzehnten nimmt ihre Zahl sogar stark zu: durch den Zuzug osteuropäischer Juden aus der ehemaligen Sowjetunion und auch weil Berlin bei Israelis besonders beliebt ist. Viele Autorinnen und Autoren sind darunter, und sie bereichern das literarische Leben in Deutschland. Der Kritiker Carsten Hueck kennt die Details.
Carsten Hueck freut sich auf den Roman „Schicksal“ von Zeruya Shalev, der Ende Mai im Berlin-Verlag erscheint, und empfiehlt:
Chaim Grade: „Von Frauen und Rabbinern“
Aus dem Jiddischen von Susanne Klingenstein, Die Andere Bibliothek, 44 Euro.
Tomer Gardi: „Sonst kriegen Sie Ihr Geld zurück“
Aus dem Hebräischen von Anne Birkenhauer, Droschl, 20 Euro.  mehr...

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