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2013 sorgte der „Fall Gurlitt“ für Schlagzeilen: In München waren über 1.000 teilweise als verschollen geltende Kunstwerke in der Wohnung Cornelius Gurlitts — Sohn des Kunsthändlers Hildebrand Gurlitt — beschlagnahmt worden. Bei einem Teil bestand der Verdacht, dass es sich um NS-Raubkunst handele.

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Hildebrand Gurlitt sei ungefähr einmal pro Monat mit einem Sack voller Geld in Paris gewesen, um Kunst zu kaufen, erklärt die Kunsthistorikerin Andrea Baresel-Brand im Gespräch mit SWR2. Sie ist Leiterin des Fachbereichs Lost Art und Dokumentation des Deutschen Zentrums Kulturgutverluste und hat kürzlich einen Sammelband zum „Fall Gurlitt“ mitherausgegeben.

Die Ergebnisse der Recherchen: 14 Werke der Sammlung Gurlitt wurden als Raubkunst identifiziert, 445 sind unbedenklich und bei der großen Mehrzahl, mehr als 1.000 Kunstwerken, ist man sich nicht sicher. Im Gespräch mit SWR2 erklärt Baresel-Brand, was Raubkunst ist und wie die Kunsthistoriker*innen diesen Fällen nachgehen.

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