Gespräch

Christo und Jeanne-Claude: Werkschau in Düsseldorf beleuchtet das Schaffen des weltbekannten Künstlerpaars

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INTERVIEW
Philine Sauvageot

Als Verhüllungskünstler kennt man Christo und Jeanne-Claude auf der ganzen Welt. Die Werkschau im Kunstpalast Düsseldorf erkundet, wie aus dem bulgarischen Geflüchteten und der Pariser Bürgerstochter das vielleicht bekannteste Künstlerpaar des 20. Jahrhunderts wurde.

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Christo und Jeanne-Claude. Verhüllter Reichstag, Berlin, 1971 – 95 (Foto: Pressestelle, Christo and Jeanne-Claude Foundation / VG Bild-Kunst, Bonn, 2022 / Foto: Wolfgang Volz)
Der verhüllte Reichstag von 1995 ist wohl eines der bekanntesten Werke des Künstlerpaars. Pressestelle Christo and Jeanne-Claude Foundation / VG Bild-Kunst, Bonn, 2022 / Foto: Wolfgang Volz Bild in Detailansicht öffnen
Christo und Jeanne-Claude vor dem Verhüllten Reichstag in Berlin, 1995. Pressestelle Christo and Jeanne-Claude Foundation / VG Bild-Kunst, Bonn, 2022 / Foto: Wolfgang Volz Bild in Detailansicht öffnen
Ein frühes Werk: 1963 verhüllte Christo diesen VW-Käfer in gelbes Tuch. Pressestelle Christo and Jeanne-Claude Foundation / VG Bild-Kunst, Bonn, 2022 / Foto: Wolfgang Volz Bild in Detailansicht öffnen
Christo und Jeanne-Claude in jungen Jahren vor dem verhüllten VW-Käfer in Düsseldorf. Pressestelle Christo and Jeanne-Claude Foundation / VG Bild-Kunst, Bonn, 2022 / Foto: bpk/ Charles Wilp Bild in Detailansicht öffnen
Die schwimmenden Stege: Ein Projekt für den Iseo-See in Italien von 2014. Pressestelle Christo and Jeanne-Claude Foundation / VG Bild-Kunst, Bonn, 2022 / Foto: André Grossmann Bild in Detailansicht öffnen
Die Verhüllung des Wahrzeichens der Stadt Köln blieb eine künstlerische Vision von Christo und Jeanne-Claude. Diese Collage ist 1992 entstanden. Pressestelle Christo and Jeanne-Claude Foundation / VG Bild-Kunst, Bonn, 2022 Bild in Detailansicht öffnen
Realisieren konnten Christo und Jeanne-Claude hingegen Die Tore im New Yorker Central Park 2005 – nach jahrzehntelanger Planung. Pressestelle Christo and Jeanne-Claude Foundation / VG Bild-Kunst, Bonn, 2022 / Foto: Hanna Neander Bild in Detailansicht öffnen
Ein letzter, posthumer Triumph für Christo und Jeanne-Claude: der verhüllte Arc de Triomphe im Jahr 2021 Pressestelle Christo and Jeanne-Claude Foundation / VG Bild-Kunst, Bonn, 2022 / Foto: Wolfgang Volz Bild in Detailansicht öffnen

Auch wenn das Paar den Schaffensprozess gemeinsam gestaltet habe – Christos gestalterische Tätigkeit sei oft im Vordergrund gestanden, sagt Co-Kuratorin Marie-Sophie Sümmermann in SWR2. Jeanne-Claude wiederum sei meist fürs Organisatorische und die Netzwerke des Paars zuständig gewesen. Auf dem oft jahrzehntelangen Weg zum fertigen Werk hätten beide immer wieder ihre enorme Durchsetzungskraft beweisen müssen, so Sümmermann.

Trotz der Vergänglichkeit der Werke – alle Materialien wurden restlos abgebaut und recycelt – sei die Erinnerung an den verpackten Reichstag oder die „Floating Piers“ auf dem italienischen Lago d'Iseo lebendig geblieben.

Sophie Sümmermann erklärt das mit der Wirkung des Werks von Christo und Jeanne-Claude: „Man hat plötzlich das Gefühl, man hat eine neue Sichtweise auf das Alltägliche bekommen.“

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Philine Sauvageot