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"Abstraktion" im Potsdamer Kunstmuseum Barberini Gerhard Richter ohne Pathos

Am 28.6.2018 von Sabine Voßen

Das Potsdamer Kunstmuseum Barberini zeigt eine Ausstellung zur Abstraktion in Gerhard Richters Werk. Vorab wurde die neue Ausstellung im Beisein des Künstlers vorgestellt.

Gerhard Richter: "Das muss man auch durchstehen"

Ein aufgeräumter und zu Scherzen aufgelegter, 86jähriger Gerhard Richter stellt sich tapfer den über 150 Journalisten, die über die neue Ausstellung im Potsdamer Kunstmuseum berichten wollen. Man merkt ihm an, dass Pressekonferenzen nicht zu seinen Lieblingsbeschäftigungen gehören und er verhehlt es auch nicht: "Das ist schwierig - aber das muss man auch durchstehen."

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"Gerhard Richter. Abstraktion" im Museum Barberini

Die Nüchternheit in Richters Werk

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Gerhard Richter: Abstraktes Bild, 1984, Privatsammlung

Gerhard Richter: Abstraktes Bild, 1984, Privatsammlung

Gerhard Richter, Rot-Blau-Gelb (339-4), 1972, Öl auf Leinwand, 98 x 92 cm, Privatsammlung, Schweiz

Gerhard Richter: A B, Still, 1986

Gerhard Richter, Vorhang (58-1), 1964, Öl auf Leinwand, 65 x 47 cm, Sammlung Block, Berlin

Gerhard Richter: 192 Farben, 1966, Hamburger Kunsthalle, Sammlung Gerhard und Elisabeth Sohst

Gerhard Richter in seinem Atelier bei der Arbeit am Modell für die Ausstellung im Museum Barberini

Chronologischer Gang durch das Lebenswerk

Die Ausstellung zeigt in neun überwiegend chronologisch geordneten Räumen abstrakte Bilder aus den frühen 1960er Jahren bis 2017. Eine Glasskulptur ist auf Anregung des Künstlers auch dabei: "Kartenhaus", eine aus sieben übermannshohen durchsichtigen rechteckigen Glasschieben aufgebaute Installation, die je nach dem, wo der Betrachter steht, andere Ausschnitte des Raumes spiegeln.

Der Kunst das Pathos nehmen

Die Zufälligkeit des Gezeigten ist eine der markanten Züge in Richters Werk. Er hat nicht nur den so genannten dritten Weg zwischen Abstraktion und Gegenständlichkeit in die Kunst eingeführt, sondern bemüht sich, seit er Anfang der 60er von der DDR in die Bundesrepublik übergesiedelt ist, der Kunst das Pathos, wie er sagt, zu nehmen.