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Das Kunstmagazin Monopol veröffentlicht in seiner Dezemberausgabe wieder das Jahresranking der einflussreichsten Persönlichkeiten der internationalen Kunstwelt. Spitzenreiter im Jahr 2020: Die Anti-Rassismus-Bewegung „Black Lives Matter“. „Das ist so einflussreich in diesem Jahr, dass jeder Museumsdirektor sich damit befassen muss“, sagt Monopol-Chefredakteurin Elke Buhl in SWR2.

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„Überall machen sich die Leute jetzt Gedanken, wie sie Rassismus entgegenwirken können und wie rassistische Strukturen in ihrem eigenen Umfeld zu bekämpfen sind“, sagt Elke Buhr. Deshalb stehe die Bewegung „Black Lives Matter“ in diesem Corona-Jahr ganz oben beim Ranking „Top 100“, das die wichtigsten und einflussreichsten Persönlichkeiten in der Kunst kührt.

Das Team des Kunstmagazins Monopol veröffentlicht sein Kunst-Ranking jedes Jahr im Dezemberheft. Auf Platz zwei in diesem Jahr befindet sich die deutsche Medienkünstlerin Hito Steyerl, auf Platz drei der Galerist David Zwirner.

Ausstellung Neue Perspektiven: Frankfurter Doppelausstellung über Kolonialismus und Rassismus

Die Habseligkeiten eines von der Polizei getöteten Flüchtlings oder eine Kunstinstallation, die die Atmosphäre in einem Flüchtlingslager widerspiegelt – solche Exponate sind derzeit im Historischen Museum Frankfurt in der Ausstellung „Ich sehe was, was Du nicht siehst. Rassismus, Widerstand und Empowerment“ zu sehen.  mehr...

SWR2 Journal am Mittag SWR2

Ausstellung Hito Steyerl und die digitale Überwältigung der sozialen Welt: „I will survive“ in Düsseldorf

In ihren Videoinstallationen widmet sich die Medienkünstlerin Hito Steyerl Themen wie sozialer Ungleichheit, Überwachung, Automatisierung, Rassismus oder der Kunstwelt in der aktuellen Corona-Krise. Eine erste große Überblicksschau mit dem Titel „I will survive“ im Düsseldorfer K21 zeigt vom 26.9.2020 - 10.1.2021 einen Querschnitt ihres Schaffens aus 25 Jahren.  mehr...

SWR2 am Morgen SWR2

Gespräch Georg Herold-Gemälde im Städel: „Kunst ist nicht befreit von Rassismus“

Für den Politikwissenschaftler und Soziologen Eric Otieno von der Universität Kassel handelt es sich bei dem umstrittenen Bild des Künstlers Georg Herold aus dem Jahr 1981, das einen schwarzen Menschen darstellt, der von einem auf ihn geworfenen Ziegel bedroht wird, eindeutig um ein rassistisches Kunstwerk. „Der Künstler hat möglicherweise keine rassistische Absicht gehabt, aber er bildet rassistische Gewalt ab“, so Otieno.  mehr...

SWR2 Journal am Mittag SWR2

Kommentar Debatte um historische Denkmäler: Keine Selbstjustiz beim Abriss

Auch in Deutschland tobt die Debatte zur Frage, ob historische Denkmäler abgerissen werden sollen, wenn sie Rassismus und Kolonialismus verherrlichen. Doch wie weit trägt ein „Aus den Augen - aus dem Sinn“ intellektuell?
Rainer Volk argumentiert, dass Denkmäler auch die Irrtümer der Geschichte aufzeigen können und es darauf ankommt, sie in ihren Kontext zu setzen.  mehr...

SWR2 am Morgen SWR2

Kunst Mit Banalität provozieren: US-Künstlerin Jenny Holzer wird 70

„Protect me from what I want“ – beschütze mich vor dem, was ich will. Mit solchen Sprüchen auf LED-Leuchtbändern ist die US-Künstlerin Jenny Holzer in den 70er Jahren berühmt geworden. „Machmissbrauch ist keine Überraschung“ oder „Politik dient Privatinteressen“ ist ebenfalls eine Botschaft für den öffentlichen Raum: ein „Truism“, wie die Künstlerin sagt. Ihre oft provokante, immer überraschende und meistens poetische Textkunst leuchtete schon am New Yorker Times Square. Holzers Installationen sind weltweit in großen Museen vertreten.  mehr...

SWR2 Journal am Mittag SWR2

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