Gespräch

Film über Streetart-Urgestein Harald Naegeli – „Der Sprayer von Zürich“

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Mit seinen filigranen Graffiti-Wesen hat der Künstler Harald Naegeli seit Ende der 70er Jahre die Schweizer provoziert. Angefangen hat auch er mit politischen Parolen auf Hauswänden. Aber schnell habe Harald Naegeli gemerkt, dass man Wörter schnell wieder vergisst und sei deshalb zu seinen einzigartigen Graffiti-Zeichnungen übergegangen, sagt die Filmemacherin Nathalie David. Ihr Film über den „Sprayer von Zürich“ kommt nun in die Kinos.

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Naegeli ist ein Künstler, der für seine Kunst ins Gefängnis ging

Naegelis Graffitis seien immer eine Form von Protest gewesen, gegen die Umweltverschmutzung und die eintönige Beton-Architektur in den Schweizer Städten. Dass Naegeli für seine Kunst ins Gefängnis gegangen sei, habe schließlich auch „die Sturheit des schweizerischen Beamtentums“ entlarvt.

Man müsse sich aber klar machen, dass Harald Naegeli nicht nur ein Sprayer sei. „Naegeli ist ein Künstler“, sagt Nathalie David. Was ihn interessiere, sei der Minimalismus des Zeichen-Strichs und die präzise Platzierung seiner Graffitis im öffentlichen Raum. Für ihn seien Hauswände „Träger“ für die Kunst.

Der Trailer zu „Der Sprayer von Zürich“:

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