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Fantastischer Kunstkosmos in Koblenz: Beate Reifenscheid erschließt am Ludwig Museum neue Horizonte

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Mit Kunst Grenzen überwinden, ist eine der Devisen von Beate Reifenscheid, die seit fast 25 Jahren das Ludwig Museum in Koblenz leitet. Die Kunsthistorikerin ist zudem Präsidentin des Deutschen Nationalkomitees des Internationalen Museumsrates (ICOM).

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Eigentlich hatte sich Beate Reifenscheid als Kind eine Karriere als Ballerina vorgestellt. Auf der Folkwang-Schule war sie früh in einem künstlerischen Umfeld — als sie den Traum von der Primaballerina dann aufgeben musste, kam die erste Sinnkrise.

Vom Tanz zur Kunst

Doch der Tanz ließ Reifenscheid nicht los und gleichzeitig vertiefte sich ihr Interesse an der gestaltenden Kunst mit familiären Museumsbesuchen. Dem 1992 gegründeten Ludwig Museum in Koblenz am Deutschen Eck, das auf zeitgenössische Kunst spezialisiert ist, steht sie nun seit fast 25 Jahren vor.

Reifenscheid bedauert, dass in der Sammlung bisher — von ihren Vorgängern — ein so starker Fokus auf männliche Künstler gelegt wurde: „Wir haben Nike de Saint Phalle hier. Und wir haben eine Eva Eppli. Und dann gibt es noch so zwei oder drei andere Künstlerrinnen. Das ist vielleicht ein Prozent.“

Emanzipation im Museum: Ein schwieriger Prozess

Jedoch seien auch durch die gesellschaftlichen Verhältnisse viele der „Big Names“ aus dieser Zeit Männer, deshalb sei es trotz der starken weiblichen Künstlerinnen schwierig, in Sammlungsausstellungen einen Ausgleich zu erzielen.

Ihre Leidenschaft: Kunst aus anderen Nationen

Als Präsidentin des Deutschen Nationalkomitees des Internationalen Museumsrates will Beate Reifenscheid die Museen in die Pflicht nehmen: Es reiche nicht, Bilder an die Wand zu hängen, sondern Museen seien Teil eines gesellschaftlichen Prozesses.

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