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Nach dem Diebstahl von drei Juwelengarnituren aus dem Grünen Gewölbe, der historischen Schatzkammer des Residenzschlosses in Dresden, hat die Polizei Bilder der gestohlenen Kunstwerke veröffentlicht. Aus Sicht von Amelie Ebbinghaus, Herkunftsforscherin beim Art Loss Register London, der weltweit größten Datenbank verlorener und gestohlener Kunstwerke, sind die gestohlenen Kunstwerke auf dem eigentlichen Kunstmarkt „absolut unverkäuflich“. Der Wiedererkennungswert sei viel zu hoch, so Ebbinghaus in SWR2.

Dauer
Sendedatum
Sendezeit
18:40 Uhr
Sender
SWR2

In solchen Fällen bestehe die Gefahr, dass Diebe die Kunstwerke zerlegten, um einzelne Edelsteine zu verkaufen. Der ideelle und künstlerische Wert werde damit unweigerlich vernichtet. Das sei kein besonders cleverer Weg, mit dem sich „der eigentliche Wert der Kunstwerke ausschöpfen ließe“, so Ebbinghaus. Auch ein Fall von „art napping“ sei denkbar, der Versuch, für die Rückgabe der Juwelen ein Lösegeld zu erpressen. Generell seien Museen aber sehr vorsichtig, sich auf solche Deals einzulassen, da die Gefahr weiterer Diebstähle so befördert werde.

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