Gespräch

Ernst Wilhelm Nay-Retrospektive in Wiesbaden – „Alles hat mit dem Menschen zu tun“

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Max Bauer

Das Ansinnen unserer Ausstellung ist auch, den „Vorwurf des Dekorativen“ zu entkräften, sagt Roman Zieglgänsberger, Kurator der Ernst Wilhelm Nay-Retrospektive im Museum Wiesbaden.

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In Nays Bildern stecke ungemein viel Inhalt. Um diesen Sichtbar zu machen, widme sich die Retrospektive jetzt vor allem dem Frühwerk von Ernst Wilhelm Nay. Dieses sei wegen Nays Nachkriegserfolgen vollkommen aus dem Blick geraten.

Doch schon im Frühwerk entfalte sich ein Grundgedanke des Malers, so Roman Zieglgänsberger: Sein Anliegen sei es gewesen, zu zeigen, dass der Mensch nicht zur Kultur, sondern zum großen Ganzen des Universums gehöre.

Ausstellung „Ortswechsel“ in Frankfurt: Diese Kunstwerke hängen in den Chefetagen der Deutschen Bundesbank

Im Museum Giersch der Goethe-Universität sind derzeit rund 90 Werke der Deutschen Nachkriegszeit aus der bedeutenden Kunstsammlung der Deutschen Bundesbank zu sehen mit prominenten Kunstwerken und Künstlern wie Georg Baselitz, K.O. Götz oder Ernst Wilhelm Nay. Aber auch Künstler*innen der Gegenwart wie Anne Imhof oder Katharina Grosse. In den drei Etagen des Museum Giersch entstehen Dialoge zwischen den Werken, die sonst in einzelnen Büros oder Sitzungsräumen verstreut sind. Der Titel „Ortswechsel“ könnte treffender kaum sein.  mehr...

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Orte der Inspiration „Rudern ist wie atmen“– der Maler Tom Leonhardt schöpft am Bodensee Kraft und Inspiration

Ruhe, Wasser, Einsamkeit in den Wintermonaten, Rudern auch mal im November: Tom Leonhardt hat sich nach seinem Studium der Malerei an der Akademie für Bildende Künste Stuttgart bewusst für ein Leben fernab der Großstadt entschieden.
Seit den 1980er Jahren lebt er in Wangen am Bodensee und arbeitet „aus dem Idyll“, wie er sagt. Wasser und Boote sind elementare Versatzstücke seiner Kunst. Mit ihnen schaut er oft raus in die Welt und malt etwa das Wasser, über das Menschen seit Jahren flüchten und das Afrika von Europa trennt.  mehr...

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Ausstellung Kunst als Denkmaschine – Abstrakte Malerei von Laura Hinrichsmeyer in der Kunststiftung BW

Die Kunststiftung Baden-Württemberg zeigt abstrakte Malerei von Laura Hinrichsmeyer. Die Künstlerin erzeugt konstruktive Spannung auf unterschiedlichen Ebenen – etwa durch ironische Untertitelung der Werke, wie diese: „Das ist ein Trigger-Painting ,deine Augen sind geschwollen und süß. Material: Rostige Klammern, Haare, Non-Fairtrade-Terpentin, Hautzellen, vergorene Datteln, eingerollte Motive, absolut keine Scham, eine Vielzahl an depressiven Mustern auf Baumwolle.“  mehr...

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