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Kunst in der Quarantäne: Der Film „stray“ von Jonas Brinker sagt viel über das Lebensgefühl der Künstlerinnen und Künstler, die im Berliner Techno Club Berghain hinter verschlossenen Türen auf Publikum warten. Die Kunst als Form der Selbstreflexion des Menschen scheint obsolet geworden, so die Wahrnehmung von Künstlern, die an der Ausstellung „Studio Berlin“ im Techno Club Berghain beteiligt waren.

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Während die Menschen immer weniger reisen durften, beobachtete Filmemacher Jonas Brinker, wie die Tiere die Bauruine eines Urlaubsressorts in Besitz nahmen. Das passende Bild zu den Gefühlen des Stillstands, die ihn und andere Berghain-Künstler in der zweiten Welle der Pandemie umtreiben, ebenso wie die Malerin Jeewi Lee und die Fotografin Ketuta Alexi-Meskhishvili, die ein Ritual daraus gemacht hat, ihre Bilder abends wegzulegen, ohne sie anzusehen: „Damit ich mich auf etwas Unvorhergesehenes am nächsten Morgen freuen konnte.“

Kunst Die Zukunft steht auf dem Spiel: „Studio Berlin“ mit zeitgenössischer Kunst im Berghain

Berlins bekanntester Technoclub, das Berghain, hat wieder geöffnet – als Kunstausstellungshalle. „Studio Berlin“ heißt die Schau und zeigt auf mehr als 3.500 Metern zeitgenössische Kunst.

Die Arbeiten entstanden von rund 80 in Berlin lebenden Künstlerinnen und Künstlern während der Corona-Pandemie, darunter prominente Namen wie Olafur Eliasson, Tacita Dean und Wolfgang Tillmans. Eine Reflexion der Corona-Zeit, die besonders die Kunst- und Clubszene getroffen hat und sich in Fotografien, Skulpturen, Sounds, aber auch Malereien, Videos und Installationen wiederfindet.

Die Berliner Kunstsammler Karen und Christian Boros und die Boros Foundation haben die Gruppenausstellung organisiert. Gefördert wird sie von der Berliner Kulturverwaltung. „Studio Berlin“ soll solange gezeigt werden, bis der Clubbetrieb im Berghain wieder beginnen kann.  mehr...

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