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Auch in der historischen Forschung hat die Aufarbeitung der deutschen Kolonialgeschichte lange Zeit keine Priorität gehabt, sagt Markus Himmelsbach, Provenienzforscher am Linden-Museum in Stuttgart. Die Periode der deutschen Kolonialzeit sei lange verdrängt worden.

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Ausstellung geplant über das schwierige Erbe des Museums als „Kind der Kolonialzeit“

Auch das Linden-Museum Stuttgart müsse seine eigene koloniale Geschichte hinterfragen, denn es sei ein „Kind der Kolonialzeit“. Dies geschehe mit der geplanten Ausstellung „Schwieriges Erbe – das Linden-Museum und Württemberg im Kolonialismus“.

Um dabei die koloniale Perspektive nicht ins Heute zu verlängern, nehme die Ausstellung verschiedene Perspektiven auf den deutschen Kolonialismus ein, die Perspektive der Kolonialisten wie der damals Kolonialisierten.

Am 13. Januar gibt es auf dem Youtube-Kanal des Linden-Museums ein Werkstattgespräch unter dem Titel „Koloniales Erbe in der Stadt“:

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Das Stuttgarter Linden-Museum, eines der größten ethnologischen Museen in Europa, kann jetzt virtuell besucht werden. Etwas mehr als 2000 Objekte sind online zu sehen, darunter auch satirische Schattenspielfiguren aus dem Orient und mehr als 400 Objekte aus Namibia. Möglichen Restitutionsanfrage werde man sich offen stellen, so Projektleiterin Katharina Rohne in SWR2.  mehr...

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Die Ausstellung „Objekte und Sammler“ im LindenLAB2 des Stuttgarter Linden-Museums widmet sich der Sammlung Karl Holz und ihrer Herkunft: Um einige Werke aus der Sammlung des Kaufmanns ranken sich noch einige Rätsel, so der Provenienzforscher und Kurator der Schau, Markus Himmelsbach, im SWR2 Journal am Mittag.  mehr...

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