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Von Karl dem Großen bis Friedrich Barbarossa haben die Kaiser über 500 Jahre lang die Geschicke halb Europas bestimmt. Der Raum am Rhein entwickelte sich mit der Kaiserkrönung Karls des Großen zu einem wichtigen Machtzentrum des Mittelalters. Die große Landesausstellung in Rheinland-Pfalz will diesen Teil der mittelalterlichen Geschichte gebührend beleuchten mit vielen Original-Exponaten aus der Zeit im Landesmuseum Mainz.

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Das Rheinland als Zentrum des mittelalterlichen Europas

Im Rheinland entschieden sich Schicksale von Kaisern und Königen — nur wenn es ihnen gelang mit den anderen geistlichen und weltlichen Würdenträgern des Reiches einen Konsens zu erreichen, konnten sie sich an der Macht halten. Die Region wurde zum zentralen Treffpunkt der Mächtigen im Mittelalter, wenn sie sich nicht auf Reisen im Land befanden.

Landesaustellung „Die Kaiser und die Säulen ihrer Macht. Von Karl dem Großen bis Friedrich Barbarossa”: Erzbischof von Mainz (aus dem Kurfürstenzyklus), um 1330-1340, Landesmuseum Mainz, Inv. Nr. S 3105. (Foto: ©  GDKE, Landesmuseum Mainz (Ursula Rudischer))
Erzbischof von Mainz (aus dem Kurfürstenzyklus), um 1330-1340, Landesmuseum Mainz, Inv. Nr. S 3105. © GDKE, Landesmuseum Mainz (Ursula Rudischer) Bild in Detailansicht öffnen
Meister Heinrich Frauenlob, Codex Manesse, fol.3995, Unitversitätsbibliothek Heidelberg (c) Universitätsbibliothek Heidelberg, Codex Manesse, fol.399r. Bild in Detailansicht öffnen
Ohrgehänge, Landesmuseum Mainz, Inv. Nr. 0,356 © GDKE, Landesmuseum Mainz (Ursula Rudischer). Bild in Detailansicht öffnen
Ada Evangeliar, Evangelist Matthäus und Beginn des Matthäus Evangeliums, Hs 22 fol. 15v - 16r, Stadtbibliothek Trier. © Stadtbibliothek Trier, Foto: Anja Runkel Bild in Detailansicht öffnen
Große Adler-/Pfauenfibel, um 1000, Landesmuseum Mainz, Inv. Nr. 0,1518 © GDKE, Landesmuseum Mainz (Ursula Rudischer) Bild in Detailansicht öffnen
Cappenberger Barbarossakopf, 1156-1160, Kath. Kirchengemeinde St. Johannes, Schloss Cappenberg. © Andreas Lechtape / Kath. Kirchengemeinde St. Johannes Bild in Detailansicht öffnen
Ältestes Mainzer Stadtsiegel, um 1140/1150 © Stadtarchiv Mainz Bild in Detailansicht öffnen
Ambrosius: De fide catholica, 1. Hälfte - Mitte 5. Jh., Benediktinerstift St. Paul im Lavanttal, Archiv Cod. 1/1 © Gerfried Sitar, Benediktinerstift St. Paul im Lavanttal Bild in Detailansicht öffnen
Pyxis von Pettstadt Germanisches Nationalmuseum, Nürnberg. Foto: J. Musolf Bild in Detailansicht öffnen
Goldmünze des byzantinischen Kaisers Romanos III. Argyros, 1028-1034, Landesmuseum Mainz, Inv. Nr. 0,275 © GDKE, Landesmuseum Mainz (Ursula Rudischer) Bild in Detailansicht öffnen
Goldmünze des byzantinischen Kaisers Romanos III. Argyros, 1028-1034, Landesmuseum Mainz, Inv. Nr. 0,275 (Rückseite) Landesmuseum Mainz Bild in Detailansicht öffnen
Elfenbeinmadonna, um 1000, Landesmuseum Mainz, Inv. Nr. 0/1517 © GDKE, Landesmuseum Mainz (Ursula Rudischer) Bild in Detailansicht öffnen
Kaisersiegel Ottos I. (auf Urkunde) LASA, U 1, I Nr. 23 Bild in Detailansicht öffnen
Codex Egberti, um 980, Ms. 24, fol. 2r, Stadtbibliothek Trier © Stadtbibliothek Trier, Foto: Anja Runkel Bild in Detailansicht öffnen
Festtagsevangelistar, um 990, Mainz, Domschatz/Bischöfliches Dom- und Diözesanmuseum Bischöfliches Dom- und Diözesanmuseum Mainz / Foto: Marcel Schawe Bild in Detailansicht öffnen
Erzbischof von Trier (aus dem Kurfürstenzyklus), um 1330-1340, Landesmuseum Mainz, Inv. Nr. S 3103. © GDKE, Landesmuseum Mainz (Ursula Rudischer) Bild in Detailansicht öffnen

Fülle an Exponaten aus ganz Europa

Um der „Augen-Gesellschaft“ des Mittelalters gerecht zu werden, erklärt Bernd Schneidmüller, wissenschaftlicher Leiter der Ausstellung, habe man hochkarätige Exponate aus ganz Europa nach Mainz bringen lassen. Darunter das Armreliquiar Karls des Großen aus dem Louvre, die berühmte Liederhandschrift Codex Manesse oder die Goldene Bulle. Sie gilt als erste Grundordnung des Heiligen römischen Reiches.

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Historische Bedeutung der Region sichtbar machen

Erstmals wird in der Ausstellung gezeigt, dass das Rheinland zwischen dem 8. und 13. Jahrhundert die politische, kulturelle und wirtschaftliche Kernregion Europas war. In die rheinland-pfälzische Landesausstellung wurden fünf Jahre wissenschaftliche Forschung und rund drei Millionen Euro investiert.

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Die Landesausstellung „Die Kaiser und die Säulen ihrer Macht. Von Karl dem Großen bis Friedrich Barbarossa“ im Landesmuseum Mainz ist seit dem 16. März 2021 wiedereröffnet und verlängert bis 13. Juni 2021 (solange die Sieben-Tage-Inzidenz in Mainz unter 100 bleibt).

Ein Blick hinter die Kulissen während der Vorbereitung:

Mainz

Kaiser-Jahr Rheinland-Pfalz Die Macht der Kaiser: Auf den Spuren der Netzwerke von Barbarossa und Co

Von Karl dem Großen bis Friedrich Barbarossa haben die Kaiser über 500 Jahre lang die Geschicke halb Europas bestimmt. Der Raum am Rhein spielte dabei eine bedeutende Rolle. Kunscht! stellt einige bedeutende Orte vor.  mehr...

Kunscht! SWR Fernsehen

Ausstellung Begegnung der Superstars des Mittelalters im Museum am Strom: Hildegard von Bingen und Kaiser Barbarossa

Eigentlich ist sie uns bekannt als Äbtissin, Dichterin und Universalgelehrte, die mit Päpsten und Kaisern in engem Austausch stand: Hildegard von Bingen. Doch Ende des 19. Jahrhunderts wurde in Bingen mit einem Altarbild das Bild geprägt von Hildegard als Ratgeberin von Kaiser Barbarossa.  mehr...

SWR2 Journal am Mittag SWR2

Forum Von Karl dem Großen bis Barbarossa - Wie mächtig waren die Herrscher des Mittelalters?

Es diskutieren:
Prof. em. Dr. Johannes Fried, Historiker, Universität Frankfurt a.M.
Thomas Metz, Generaldirektor der Landesbehörde "Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz", Mainz
Dr. Heike Johanna Mierau, Historikerin und Autorin, Göttingen
Moderation: Marie-Christine Werner  mehr...

SWR2 Forum SWR2

Mainz

Geschichte Das Rhein-Main-Gebiet im Mittelalter – Zentrum Europas

Auf einer Strecke von nur 100 Kilometern war die Rhein-Main-Region mit Mainz, Worms und Speyer über Jahrhunderte das politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum Europas.  mehr...

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Gespräch Die Mikwe von Worms wird saniert: Ein zentraler Ort der SchUM-Städte

Es gebe mehrere Probleme bei der Sanierung der Mikwe von Worms, sagt Michael Auras, Mikwe-Experte des Instituts für Steinkonservierung Mainz. Das jüdische Ritualbad aus dem Hochmittelalter ist aus Buntsandstein und gehört zu den zentralen alten jüdischen Gebäude in den SchUM-Städten Speyer, Worms und Mainz. Seit 2016 wird es saniert.  mehr...

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Mainz

Welterbe Alte jüdische Zentren am Rhein – Die SchUM-Städte Speyer, Worms und Mainz

SchUM leitet sich ab aus den hebräischen Namen von Speyer, Worms und Mainz: Dort entstand im Mittelalter der Verbund jüdischer Gemeinden, der Kultur, Religion und Geistesleben des europäischen Judentums entscheidend geprägt hat.  mehr...

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