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1500 Jahre alte lateinische Bibelhandschriften, ein Chormantel aus Silberstickerei, das sogenannte „Adelheid-Kreuz“ aus dem 11. Jahrhundert sind in den Vitrinen des Augustinermuseums in Freiburg zu finden. Unendliche Kostbarkeiten aus der Blütezeit des Benediktinerklosters St. Blasien im Schwarzwald.

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Fast tausend Jahre war das Kloster St. Blasien im Schwarzwald ein lebendiger Ort der Wissenschaft, des Glaubens und der Kunst – bis die Säkularisation 1806 der Abtei ein jähes Ende setzte. Aber den Mönchen gelang es, ihre bedeutenden Kunstschätze rechtzeitig in einem Kloster im Lavanttal in Kärnten in Sicherheit zu bringen.

Für die beeindruckende Ausstellung „Der Schatz der Mönche“ im Freiburger Augustinermuseum kehren die weltberühmten Spitzenwerke in ihre Heimatregion zurück. Anlass ist der 300ste Todestag von Fürstabt Martin Gerbert. Unter seiner Leitung erlebte St. Blasien eine kulturelle Blütezeit.

Der Schatz der Mönche – Leben und Forschen im Kloster St. Blasien  (Foto: Pressestelle,  Erzbischöfliches Ordinariat Freiburg i. Br., Bildarchiv, Aufnahme Michael Eckmann )
Ansicht der Abtei St. Blasien, um 1790, Museum im Benediktinerstift St. Paul in Kärnten Pressestelle Erzbischöfliches Ordinariat Freiburg i. Br., Bildarchiv, Aufnahme Michael Eckmann Bild in Detailansicht öffnen
Abtskrümme, um 1535/40, Museum im Benediktinerstift St. Paul in Kärnten Pressestelle Erzbischöfliches Ordinariat Freiburg i. Br., Bildarchiv, Aufnahme Michael Eckmann Bild in Detailansicht öffnen
Adelheidkreuz, Ende 11. Jh., Museum im Benediktinerstift St. Paul in Kärnten Pressestelle Gerfried Sitar Bild in Detailansicht öffnen
Porträt Martin Gerberts, südwestdeutsch, um 1780 Pressestelle Erzbischöfliches Ordinariat Freiburg i. Br., Bildarchiv, Aufnahme Michael Eckmann Bild in Detailansicht öffnen
Gotischer Buchkastendeckel, um 1260/70, Museum im Benediktinerstift St. Paul in Kärnten Pressestelle Erzbischöfliches Ordinariat Freiburg i. Br., Bildarchiv, Aufnahme Michael Eckmann Bild in Detailansicht öffnen
Fürstabt Gerbert auf Medaille, 1783, Museum im Benediktinerstift St. Paul in Kärnten Pressestelle Erzbischöfliches Ordinariat Freiburg i. Br., Bildarchiv, Aufnahme Michael Eckmann Bild in Detailansicht öffnen
Kanonbild des Reichenauer Sakramentars, um 980, Museum im Benediktinerstift St. Paul im Lavanttal Pressestelle Erzbischöfliches Ordinariat Freiburg i. Br., Bildarchiv, Aufnahme Michael Eckmann Bild in Detailansicht öffnen
Buchdeckel mit Himmelfahrt Christi, Metz, 3. Viertel 9. Jh. / Oberrhein, Ende 15. Jh., Elfenbein, Silber, Museum im Benediktinerstift St. Paul im Lavanttal Pressestelle Erzbischöfliches Ordinariat Freiburg i. Br., Bildarchiv, Aufnahme Michael Eckmann Bild in Detailansicht öffnen
Ramsey-Psalter, um 1300/10, Museum im Benediktinerstift St. Paul in Kärnten Pressestelle Erzbischöfliches Ordinariat Freiburg i. Br., Bildarchiv, Aufnahme Michael Eckmann Bild in Detailansicht öffnen

Die Ausstellung „Der Schatz der Mönche – Leben und Forschen im Kloster St. Blasien“ im Freiburger Augustinermuseum vom 28.11.2020 bis 11.04.2021

Musikthema Wie im Kloster – Ein Tag mit der Neumz-App

Gut 1000 Jahre ist es her, dass Mönche und Nonnen im Kloster zum ersten Mal Musik aufgeschrieben haben – Neumen heißen die frühen Notenzeichen. Beim gigantischen Aufnahmeprojekt der Nonnen aus Saint Jouques sind bereits um die 7000 Stunden Musik herausgekommen. Seit 2019 dokumentieren die Benediktinerinnen aus der Provence ihre gesungene Liturgie mit professionellen Mikrophonen. Zum ersten Advent wurden die Aufnahmen in einer Smartphone-App veröffentlicht, der die frühen Notenzeichen ihren Namen geben. Julia Schwarz hat „Neumz“ für uns getestet.  mehr...

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ARD Radiofestival. Gespräch Die Benediktinerin Philippa Rath befragt von Klaus Hofmeister

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Erst bekanntester Mönch des berühmten Kloster Andechs, jetzt Unternehmensberater, Coach und Vortragsredner. Anselm Bilgri (Jahrgang 1953) versteht sich als "weltlicher Mönch", der eine Brücke von Philosophie und Religion zu Wirtschaft und Gesellschaft schlägt. Geboren in Unterhaching bei München und 1980 von Kardinal Joseph Ratzinger zum Priester geweiht, trat der umtriebige und ideenreiche Theologe im Alter von 22 Jahren ins Kloster ein. 18 Jahre lang war er Cellerar (Wirtschaftsleiter) des Kloster Andechs, anschließend bis zum Austritt aus dem Benediktinerorden 2004 dessen Prior und Wallfahrtsdirektor.  mehr...

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