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„Trapped in Postcolonial Relations“ – Auch in Stuttgart beschäftigt der Postkolonialismus die Kunst

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AUTOR/IN
Sophia Volkhardt

Im Stuttgarter Stadtpalais setzen sich Künstlerinnen und Künstler vom interdisziplinären Kollektiv „ReCollect“ mit dem postkolonialen Erbe in Deutschland auseinander.

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Dabei geht es nicht nur um Rassismus-Erfahrungen. Das Künstlerkollektiv „ReCollect“ veranstaltet ein buntes Wochenende, um Bewusstsein zu schaffen und Austausch zu ermöglichen. Das Kunstkollektiv „ReCollect“ besteht aus der Lyrikerin Alica Wenzel, der Tänzerin Naemi Makiadi und dem Innenarchitekt Nosa A. Moses.

Gespräch Politologin Saaba Nur-Chema zur documenta: Andere Bezüge von Antisemitismus im globalen Süden

Zwar habe der Antisemitismus seine Ursprünge in Europa, sagt die Politologin Saaba Nur-Chema in SWR2. „Aber es ist klar, dass wir es im globalen Süden mit neuen Assimiliationsformen von Antisemitismus zu tun haben, wo tatsächlich mit alten Bildern gearbeitet wird“, sagt Nur-Chema mit Blick auf das Banner des indonesischen Künstlerkollektivs Taring Padi bei der Kasseler Kunstmesse documenta.
Man müsse jedoch sehen, dass die Beziehung dieser Gesellschaften zum Staat Israel eine andere sei. Indonesien greife als frühere Kolonie auf andere Erfahrungen zurück. Saaba Nur-Chema arbeitet an der Frankfurter Universität an einem Projekt zu Antisemitismus im Bereich der Erziehung im Vor- und Grundschulalter.
Bei einer Podiumsdiskussion auf der Kasseler documenta hatten über Antisemitismus in der Kunst unter anderem Meron Mendel vom Anne Frank Haus und der Kurator der letzten Documenta, Adam Szymczyk, gesprochen.  mehr...

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Gespräch Skandal auf der documenta – „Antisemitismus ist nicht kontextabhängig“

Es sei enttäuschend, dass die documenta die antisemitischen Darstellungen als kulturspezifische Interpretation bezeichnet, sagt die Kulturwissenschaftlerin Andrea Geier von der Universität Trier. Vielmehr müsse man jetzt fragen, wieso antisemitische Bildtraditionen auftauchen konnten. Dass das Banner mehrmals so habe ausgestellt werden können, verweise auf eine erschreckende Ignoranz im globalen Kunstraum.  mehr...

SWR2 am Morgen SWR2

Gespräch Meron Mendel: „Fronten verhärten sich in der documenta-Debatte nur noch!“

Im Gespräch mit SWR2 nimmt Meron Mendel, der Direktor der Bildungsstätte Anne Frank Stellung zur aktuellen Entwicklung in der Antisemitismus-Debatte rund um die documenta fifteen. Von der eingesetzten Expertenkommission erwartet Mendel keine schnellen Statements: „Die Experten müssen sich erst einmal untereinander austauschen und eine eigene Bewertung ziehen, bevor sie an die Öffentlichkeit gehen“, sagte Mendel in SWR2, „ich verliere langsam das Vertrauen in die Bereitschaft von Ruan Grupa hier tatsächlich einen konstruktiven Prozess in Gang zu setzen.“  mehr...

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Sophia Volkhardt