Ausstellung

„Der goldene Faden“ in Mainz – Mode-Studierende setzen sich mit Kirche auseinander

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AUTOR/IN
Mareike Gries

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„Der Teufel steckt im Detail“ ist das Motto der Schau im Dom- und Diözesanmuseum Mainz – ein provokanter Untertitel für teils provokante Ausstellungsobjekte. Denn die Wiesbadener Mode- und Design-Studierenden haben sich vor keinem heißen Eisen gescheut: Sexueller Missbrauch in der Kirche wird bei ihren Arbeiten genauso thematisiert wie die untergeordnete Rolle der Frau oder der Umgang mit dem Tod. Den modernen Kleidungsstücken werden historische Objekte aus der Sammlung des Museums gegenübergestellt. Dadurch entsteht ein ganz besonderes Spannungsverhältnis.

Der goldene Faden im Dommuseum Mainz (Foto: Pressestelle, Rick Gebhardt)
Bild links: Das Werk von Yvonne von Brandis (links) setzt sich mit Missbrauchsopfern auseinander. Das Design von Giuliana Schmidt (rechts) spielt mit der Figur des Engels. Bild rechts: Giuliana Schmidt hat der Gegensatz zwischen Engeln und einer modernen, selbstbestimmten Frau interessiert. Pressestelle Rick Gebhardt Bild in Detailansicht öffnen
Hanna Oschmann hat ihre Kreationen unter anderem aus Neopren und glänzender Folie geschaffen. Pressestelle Rick Gebhardt Bild in Detailansicht öffnen
Bild links: Die Arbeiten von Shannon Böttig (links) und Paulien Schmid (rechts) setzen sich mit unterschiedlichen Frauenbildern auseinander. Bild rechts: Shannon Böttig stellt ihre Werke unter den Titel „The order of power“. Pressestelle Rick Gebhardt Bild in Detailansicht öffnen
Design-Studentin Vanessa Franz hat sich von den vier Apokalyptischen Reitern inspirieren lassen. Pressestelle Rick Gebhardt Bild in Detailansicht öffnen
Chae Eun Shin beschäftigt sich in der Ausstellung mit dem Tabuthema „Tod". Pressestelle Rick Gebhardt Bild in Detailansicht öffnen
Bild links: Das Werk von Carolin Hustädte besteht aus einer bedruckten Albe…, Bild rechts: …darauf ist die italienische Pornodarstellerin und Aktivistin Cicciolina in Jesus-Pose zu sehen. Pressestelle Carolin Hustädte Bild in Detailansicht öffnen
Bild links: Hanna Oschmann hat sich mit ihrer eigenen Erfahrung in einer Amerikanischen Freikirche befasst. Bild rechts: „Caught in the system – breaking out oft the system“ ist der Titel von Hanna Oschmanns Werken. Pressestelle Julian Krissel Bild in Detailansicht öffnen

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