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Bis Herbst soll entschieden werden, ob das Berliner Humboldt-Forum die Benin-Bronzen zurückgibt. Dies sei jedoch nicht ausschlaggebend für das Lindenmuseum Stuttgart, betonte Leiterin Ines de Castro in SWR2. „Die eigentliche Entscheidung, ob restitutiert werden soll oder nicht, wird getroffen vom Land Baden-Württemberg und der Stadt Stuttgart."

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Grundsätzlich sei der Verstoß aus Berlin zu begrüßen, auch wenn er überraschend käme. Die eigentliche Initiative und die Arbeit wäre schon seit langem von der sogenannten Benin Dialogue Group unter Leitung von Barbara Plankensteiner vom Hamburger MARKK-Museum durchgeführt werden würden, so de Castro.


Neben dem Bund hatten sich auch die Kulturminister der Länder bereits vor drei Jahren in einer gemeinsamen Erklärung für die Rückgabe von Kulturgütern ausgesprochen, wenn diese ihren Herkunftsgesellschaften gewaltsam entwendet wurden, was bei den Benin-Bronzen nicht mehr groß erforscht werden muss.

Benin-Bronzen: Webseite listet erstmals die betroffenen Raubkunst-Objekte auf

Nach der umstrittenen Einigung zwischen Deutschland und Nigeria über eine „substanzielle“ Rückgabe der Benin-Bronzen im April 2021, sind nun zum ersten Mal alle Informationen zu den betroffenen Museumsobjekten auf einer Webseite aufgelistet und öffentlich zugänglich.  mehr...

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Ausstellung „Schwieriges Erbe - Linden-Museum und Württemberg im Kolonialismus“ - Aufarbeitung im eigenen Haus

Der deutsche Kolonialismus fand nicht nur in afrikanischen Ländern, sondern auch in Deutschland statt. Zum Beispiel in Stuttgart und in Württemberg. Das Linden-Museum will nun die Geschichte des eigenen Hauses aufarbeiten.  mehr...

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Stuttgart

Gespräch Ein „Kind der Kolonialzeit“ – Das Stuttgarter Linden-Museum stellt sich der Kolonialvergangenheit

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Gespräch Direktorin des Lindenmuseums begrüßt Leitfaden zum Umgang mit Kunst aus Kolonialzeit

Der Leitfaden des Deutschen Museumsbunds zum Umgang mit in der Kolonialzeit geraubter Kunst sei sehr zu begrüßen, sagte Prof. Ines de Castro, Direktorin vom Lindenmuseum Stuttgart in SWR2. Es sei wichtig, Sammlungen nicht allein aus der europäischen Perspektive betrachten.  mehr...

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