Kunst

David Hockney entgrenzt den Blick: „Moving Focus“ in Luzern

STAND
AUTOR/IN
Kathrin Hondl

Die beiden größten Fehler des Westens seien der Verbrennungsmotor und die Zentralperspektive gewesen. Mit diesen Worten wird David Hockney im Kunstmuseum Luzern zitiert. Mehr als 120 Bilder in der großen Ausstellung „Moving Focus“ zeigen, welche Schlussfolgerungen der nunmehr 85jährige Künstler aus dieser Beobachtung gezogen hat.

Audio herunterladen (2,1 MB | MP3)

"In the studio" von David Hockney, eine mit Photoshop gebastelte Collage, die den Künstler zwischen seinen Werken in seinem Atelier in den Hollywood Hills zeigt (Foto: ard-foto s1, Kathrin Hondl)
"In the studio" von David Hockney, eine mit Photoshop gebastelte Collage, die den Künstler zwischen seinen Werken in seinem Atelier in den Hollywood Hills zeigt ard-foto s1 Kathrin Hondl

Er betrachtet Menschen, Möbel und Räume aus ungewohnten Blickrichtungen, unter anderem sich selbst, in der aufwendigen Foto-Installation „In the studio“ von 2017, einer mit Photoshop gebastelten Collage, in der die einzelnen Elemente schief angeordnet sind.

Bilder über komplizierte Beziehungen, wie gute Literatur

Grandios sind seine Porträts, etwa das seiner Eltern, links und rechts von einer grünen Kommode. Ein Bild wie gute Literatur über komplizierte Beziehungen. Stilistisch hat sich Hockney nie festgelegt. Die einzige Konstante in seinem Werk ist das Experimentieren.

Die monumentale Installation "Bigger trees" von David Hockney im Kunstmuseum Luzern (Foto: ard-foto s1, Kathrin Hondl)
Die monumentale Installation "Bigger trees" von David Hockney im Kunstmuseum Luzern ard-foto s1 Kathrin Hondl

Aus dem Rahmen fällt das gigantische Gemälde aus Hockneys Heimat Yorkshire, „Bigger Trees“, eher eine Installation als ein Bild. Fast 50 Leinwände, fast 12 Meter lang. Im Kunstmuseum Luzern musste extra eine Wand abgerissen werden, um das monumentale Werk zu zeigen.

STAND
AUTOR/IN
Kathrin Hondl