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Die Ausstellung „Objekte und Sammler“ im LindenLAB2 des Stuttgarter Lindenmuseums widmet sich der Sammlung Karl Holz und ihrer Herkunft: Um einige Werke aus der Sammlung des Kaufmanns ranken sich noch einige Rätsel, so der Provenienzforscher und Kurator der Schau, Markus Himmelsbach, im SWR2 Journal am Mittag.

LindenLAB 2 eröffnet digital: Donnerstag, 25. Juni, 19 Uhr Objekte und Sammler Neue Wege der Provenienzforschung und deren Vermittlung Wie kommt man der Herkunft von Objekten auf die Spur? Wie kamen sie ins Museum? Wer hat sie dem Museum übergeben? In welchem Kontext wurden sie gesammelt? Wurden sie gekauft, geschenkt, getauscht oder möglicherweise geraubt? Welche Folgen ergeben sich daraus für Museen und Wissenschaftler*innen, die heute mit den Objekten arbeiten? Das sind die typischen Fragen mit denen sich Provenienzforscher*innen beschäftigen. Das LindenLAB 2 „Objekte und Sammler“ stellt sich zusätzlich die Frage, wie man die Ergebnisse und die Arbeitsweise von Provenienzforscher*innen vermitteln kann.

Holz habe im 19. Jahrhundert sehr viele Reisen unternommen. Ob er die Textilien, Holzgefäße und den Silberschmuck des indigenen Mapuche-Stammes in Chile erst mal für sich erworben oder ob er die Zwangslage der Mapuche ausgenutzt habe, weil diese auf Geldmittel angewiesen waren, das lasse sich bisher nicht wirklich rekonstruieren.

„Insgesamt sind wir relativ stolz darauf, dass wir so eine große Sammlung von Mapuche Kunst haben“, betonte Himmelsbach. Schließlich gäbe es aus dieser Zeit nur wenige vergleichbare Objekte.

Anhand der Sammlung wird der Stand der Provenienzforschung und der aktuellen Debatten, die diese durchziehen, veranschaulicht.

Die Ausstellungseröffnung am 25. Juni 2020 findet um 19 Uhr im Live-Stream statt, die Ausstellung ist ab 26. Juni im LindenLAB zu sehen.

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