Gespräch

Chen Zhiguang – „Magische Räume“ im Ludwig Museum Koblenz - Ameisenskulpturen mit Symbolcharakter

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INTERVIEW
Doris Maull

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Die Ameisenskulpturen des chinesischen Bildhauers und Installationskünstlers Chen Zhiguang hätten eindeutig Symbolcharakter, sagte die Direktorin des Ludwig-Museums, Beate Reifenscheid, in SWR2. Die Ameisen könnten verstanden werden als Parabel auf den chinesischen Staat.

Die chinesische KP habe nicht wirklich etwas gegen die Kunst von Chen Zhiguang: „Die KP findet das gut, weil die Ameise ein unfassbar sympathisches Tier ist“, sagt Reifenscheid. Zudem handele es sich bei Ameisen um Lebewesen, die sehr viel bewegen und große Lasten tragen könnten, auch über weite Strecken. Gleichzeitig beschützten sie das Zentrum des Staates, ihre eigene Königin. „Das ist, was der Staat will.“

Riesige Ameisen belagern das Ludwig Museum Koblenz (Foto: Pressestelle, Pressestelle Ludwig Museum Koblenz)
Pressestelle Pressestelle Ludwig Museum Koblenz

Grundsätzlich müsse man sagen, dass Chen Zhigung kein regimekritischer Künstler sei, erklärt die Direktorin, „aber nichtsdestotrotz klingen in der Art, wie er seine Ameisen inszeniert, verschiedene Unter- und Nebentöne an, und die sind durchaus kritisch zu lesen.“

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