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Im Musueumsgarten des Berliner Kunsthaus Dahlem sind bei Bauarbeiten überraschend zwei verschollen geglaubte Skulpturen von Arno Breker ausgegraben worden. Es handele sich um „zwei phänomenal interessante Werke“, sagt Kunstkritiker Nikolaus Bernau in SWR2.

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Das Kunsthaus Dahlem war von 1939 bis 1942 als Staatsatelier für Breker gebaut worden, den prominentesten Bildhauer der NS-Zeit.

Bei einer der gefundenen Skulpturen handelt es sich um das Werk „Romanichel“ von 1940. Ein überlebensgroßer Porträt-Kopf aus weißem Marmor, bei dem es sich um einen jungen Angehörigen der Volksgruppe der Sinti und Roma handeln soll.

Breker habe sich den Nazis „gnadenlos an die Brust geschmissen“, sagt Nikolaus Bernau. Jedoch stünden die beiden Skulpturen im Gegensatz zu den neoklassizistischen Skulpturen der Nazi-Ära, die man sonst mit Breker verbinde: „Sie zeigen, dass er auch eine viel delikatere, viel feinere Skulptur darstellen konnte.“

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