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Zum Abschied von Udo Kittelmann haben private Förderer*innen dem Berliner Museum für Gegenwart eine 15-teilige Serie der amerikanischen Künstlerin Bunny Rogers geschenkt, darin großformatige großformatigen Selbstporträts der Künstlerin in der Rolle der Jeanne d’Arc, einer Zeichentrickfigur aus der MTV Serie „High Clone“. Sie sind bis 28. Februar 2021 im Hamburger Bahnhof zu sehen.

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Im Internet zuhause

Bunny Rogers sei eine Künstlerin, die im Internet lebe, so die Leiterin des Museums, Gabriele Knapstein. Die 30-jährige Rogers gilt in den Vereinigten Staaten als Shooting Star und erhielt nach ihrer Ausbildung bereits eine Einzelausstellung im New Yorker Whitney Museum. Sie ist eine der jüngsten Künstlerinnen in der Sammlung des Hamburger Bahnhof. Ihre Bilder erlauben einen Blick in die Seele einer Generation, die mit dem Internet aufgewachsen ist.

s, Self-portrait as Clone of Jeanne d’Arc (Vanessa Joan (Foto: Pressestelle, s, Self-portrait as Clone of Jeanne d’Arc (Vanessa Joan)
Pressestelle s, Self-portrait as Clone of Jeanne d’Arc (Vanessa Joan

Traumatische Erlebnisse zwischen Realität und Fantasie

In ihren Werken beschäftigt sich Rogers, so Knapstein, mit der Frage, wie man als erwachsene Person möglicherweise noch einmal einen Zugang finde zur Intensität der Erfahrungen als Kind – auch der Vermischung von Fantasie und Realität, die man als Kind in Form von Zeichnungen oder Geschichten, die man erfindet, durcharbeite.

Für Bunny Rogers selbst ist ein solcher traumatischer Bezugspunkt der Amoklauf an der Columbine High School 1999 und das mediale Echo der Bluttat, die mit dem Ende ihrer Kindheit zusammenfielen.

s, Self-portrait as Clone of Jeanne d’Arc (Vanessa Joan (Foto: Pressestelle, s, Self-portrait as Clone of Jeanne d’Arc (Vanessa Joan)
Pressestelle s, Self-portrait as Clone of Jeanne d’Arc (Vanessa Joan

Unsichere Zukunft eines Publikumsmagneten

In der zwölfjährigen Amtszeit von Udo Kittelmann hat sich das Museum für die Kunst der Gegenwart zum lebendigen Publikumsmagneten entwickelt – mit Ausstellungen aus der eigenen Sammlung. Ausgerechnet dieses Haus ist gefährdet, weil das Grundstück, auf dem das Museum und die angeschlossenen Rieckhallen stehen, seit 2007 einem österreichischen Immobilienentwickler gehört. 2021 endet der Mietvertrag für die Riekhallen. Die Verhandlungen, das Gelände zurück zu kaufen, laufen noch, sagt Gabriele Knapstein.

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