Ausstellung

Oskar Schlemmers Kunst: 100 Jahre Triadisches Ballett in der Staatsgalerie Stuttgart

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Oskar Schlemmers „Triadisches Ballett“ in der Staatsgalerie Stuttgart wird 100 Jahre alt. Nachdem die Figurinen jahrelang still und stumm gestanden sind, dürfen die Puppen wieder ein wenig tanzen, wenn auch nur mechanisch. Und gleich drei Künstlerinnen der Gegenwart haben sich von ihnen inspirieren – und „bewegen“ lassen.

Moved by Schlemmer. 100 Jahre Triadisches Ballett in der Staatsgalerie Stuttgart 10.4. – 9.10.2022 (Foto: Stiftung Bauhaus, Dessau, © Stiftung Bauhaus, Dessau)
Szenenfoto zum Triadischen Ballett: Zwei Figurinen aus der gelben Reihe: „Rundrock” getanzt von Elsa Hötzel und „Taucher” getanzt von Oskar Schlemmer, um 1922/23 Stiftung Bauhaus, Dessau, © Stiftung Bauhaus, Dessau
Oskar Schlemmer, Das Triadische Ballett, 1922, Staatsgalerie Stuttgart ©
Kalin Lindena, ohne Titel (Bühne), 2014, Detail / Atlas (Statist), 2012, Detail © Kalin Lindena & Galerie Nagel Draxler, Berlin/Köln/München, Foto: Staatsgalerie Stuttgart
Oskar Schlemmer, Das Triadische Ballett, Figurine „Tänzer, türkisch”, 1922, Staatsgalerie Stuttgart / Kalin Lindena, ohne Titel (Bühne), 2014, Detail © Kalin Lindena & Galerie Nagel Draxler, Berlin/Köln/München, Foto:
Ulla von Brandenburg, Maskiert und vor allem – verschwiegen, 2022, Detail © Courtesy of the artist and Meyer Riegger, Berlin/Karlsruhe; Produzentengalerie Hamburg, Hamburg; Galerie Art: Concept, Paris; Pilar Corrias, London, Foto: Staatsgalerie Stuttgart
Oskar Schlemmer, Der Tänzer, 1923, Staatsgalerie Stuttgart / Ulla von Brandenburg, Maskiert und vor allem – verschwiegen, 2022, Detail © Courtesy of the artist and Meyer Riegger, Berlin/Karlsruhe; Produzentengalerie Hamburg, Hamburg; Galerie Art: Concept, Paris; Pilar Corrias, London, Foto: Staatsgalerie Stuttgart
Anonym, Oskar Schlemmer als „Tänzer, türkisch” im Triadischen Ballett, um 1922, Fotografie Staatsgalerie
Poster zu „Moved by Schlemmer”, 2022, Staatsgalerie Stuttgart © Staatsgalerie Stuttgart

Und sie bewegen sich doch! Lange standen Oskar Schlemmers berühmte Figurinen aus dem „Triadischen Ballett“ ganz still und stumm auf ihrem Podest in der Stuttgarter Staatsgalerie. Um sie neu zu arrangieren, brauchte es schon einen Querkopf vom Schlage eines Joseph Beuys - und selbst der geriet mit Schlemmers Erben mächtig aneinander, als er die Kostümpuppen 1984 auf übermannshohe Postamente stellte.

Zu ihrem 100. Geburtstag dürfen die Puppen endlich wieder tanzen. Ein ganz klein wenig jedenfalls. Und ein bisschen mechanisch auch - auf den drei großen Drehtellern, auf die die Ausstellungsmacherin Susanne Kaufmann-Valet sie gestellt hat… Aber das passt eigentlich ganz gut, denn auch den Tänzerinnen und Tänzern, die einmal in ihnen steckten, ließen die steifen Konstruktionen nur sehr wenig Spielraum. Und wichtiger als der Geburtstagstanz sind schließlich die Geschenke: die Arbeiten dreier hoch angesehener Künstlerinnen der Gegenwart, die sich allesamt von Schlemmer berührt, inspiriert und vor allem „bewegt“ fühlen. Kunscht! feiert mit…

Forum Die Erfindung der Performance – Von Oskar Schlemmer zum Hip-Hop

Marie-Christine Werner diskutiert mit
Dr. Anja K. Arend, Folkwang Universität der Künste, Essen
Max Herre, Singer-Songwriter und Musikproduzent
Dr. Susanne Kaufmann-Valet, Kuratorin der Ausstellung „Moved by Schlemmer" in der Staatsgalerie Stuttgart  mehr...

SWR2 Forum SWR2

Ausstellung „Moved by Schlemmer“ - die Staatsgalerie Stuttgart setzt Schlemmers Triadisches Ballett in Bewegung

Jahrelang waren sie zum Stillstand verdammt: Oskars Schlemmers berühmte Figurinen in der Stuttgarter Staatsgalerie. Dass es sich bei seinem Triadischen Ballett nicht um Skulpturen, sondern tatsächlich um Kostüme handelt, ist vielen Besucherinnen und Besuchern nicht bewusst. 1922 wurde das Ballett in Stuttgart uraufgeführt. Zum 100jährigen Jubiläum bringt die Ausstellung „Moved by Schlemmer“ nun ihren ganz eigenen Drive in Schlemmers Kunstwerk.  mehr...

SWR2 am Morgen SWR2

Kunst 100 Jahre Triadisches Ballett: Was HipHop-Star Max Herre mit Oskar Schlemmer verbindet

Ausstellung
„Zukunftslust“ als spektakuläres Gesamtkunstwerk - 100 Jahre Triadisches Ballett von Oskar Schlemmer
Der Raum, die Bewegung und die Bildende Kunst - Oskar Schlemmer versuchte mit seinem Triadischen Ballett die verschiedenen Künste zusammenzuführen. „Das Triadische Ballett und den eigenen schöpferischen Quell und die Selbstbestätigung und das steht für Daseins- und Zukunftslust als Wesen. Und ich find den Begriff der Zukunftslust, die aus dem Triadischen Ballett spricht, für einen schönen Begriff“ sagt Max Herre.
1922 kam das Triadische Ballett im württembergischen Landestheater zur Uraufführung. Was vielen nicht bekannt ist, der Künstler wirkte damals nicht allein, er war Teil eines ganzen Kollektivs. 1919 gründete er mit anderen die Gruppe Üecht. Dazu gehörte auch der Stuttgarter Architekt und Möbeldesigner Richard Herre. Diese fast vergessene, lebenslange innige Freundschaft zwischen Richard Herre und Oskar Schlemmer hat sein Enkel recherchiert, Hiphop-Superstar Max Herre. Er erzählt von den Briefen, die sich die beiden schickten aber auch, warum ihn die Kunst der 20er Jahre bis heute fasziniert.  mehr...

SWR2 Journal am Mittag SWR2

Ausstellung „Moved by Schlemmer“ - die Staatsgalerie Stuttgart setzt Schlemmers Triadisches Ballett in Bewegung

Jahrelang waren sie zum Stillstand verdammt: Oskars Schlemmers berühmte Figurinen in der Stuttgarter Staatsgalerie. Dass es sich bei seinem Triadischen Ballett nicht um Skulpturen, sondern tatsächlich um Kostüme handelt, ist vielen Besucherinnen und Besuchern nicht bewusst. 1922 wurde das Ballett in Stuttgart uraufgeführt. Zum 100jährigen Jubiläum bringt die Ausstellung „Moved by Schlemmer“ nun ihren ganz eigenen Drive in Schlemmers Kunstwerk.  mehr...

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