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Albert Speer in der Bundesrepublik (Foto: SWR, Eberhard Reuß)
„Albert Speers Aussage, von Auschwitz nichts gewusst zu haben, ist eine ganz klare Lüge“, sagt Andreas Nix vom Mannheimer Stadtarchiv Marchivum. Speer höchstpersönlich habe die Mittel zum Ausbau des Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau bewilligt. Im Bild: Albert Speer (r) besucht mit Gauleiter August Eigruber das KZ-Mauthausen am 25.6.1944 Eberhard Reuß
Beim Nürnberger Kriegsverbrecherprozess gab Speer den reuigen, unpolitischen Großbürger und konnte so der Hinrichtung entgehen. Im Bild: Gerichtsverhandlung von Albert Speer Eberhard Reuß
Seine Bücher, die „Erinnerungen“ und die „Spandauer Tagebücher“ werden Bestseller mit einer Auflage von über 3 Millionen Exemplaren. Die Ausstellung zeigt, wie der Verleger Wolf Jobst Siedler und der Journalist Joachim Fest in Kumpanei mit Albert Speer gezielt den Mythos vom unpolitischen Architekten und Rüstungsfachmann schufen, der nicht ahnen konnte, wem er da diente. Im Bild: Bücher von Albert Speer in der Ausstellung Eberhard Reuß
Fünfzehn Jahre lang war Speer mit seinen Lügen und Legenden präsent auf allen Kanälen, in allen Zeitungen und Zeitschriften, gab pausenlos Interviews in seiner Heidelberger Villa. Als Millionär und edler Ex-Nazi ist Speer 1981 in London gestorben, kurz vor einem Interviewtermin mit der BBC. Im Bild: Fotografien aus der Ausstellung Eberhard Reuß
Es hat fast vier Jahrzehnte gedauert, bis die Geschichtswissenschaft mit quellengesättigter Forschung die Lügen und Legenden von Speer und seinen publizistischen Helfershelfern entlarvt hat. Die famose Ausstellung „Albert Speer in der Bundesrepublik – Vom Umgang mit der deutschen Vergangenheit“ ist nun endlich auch in Mannheim der Heimatstadt von Albert Speer zu sehen. Im Bild: Albert Speer mit der Führungsriege - Titelbild des „Frontarbeiter OT“ Eberhard Reuß
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