Kunst Bilder zur Ausstellung "Otto Piene" im Arp Museum

Kunst Bilder zur Ausstellung "Otto Piene" im Arp Museum

Otto Piene: Alchemist und Himmelsstürmer (Foto: Pressestelle, Arp Museum Rolandseck - Foto: VG Bild-Kunst, Bonn 2019)
Goldglänzende Keramikobjekte, rot-schwarz glühende Reliefs wie Vulkane und kinetische Objekte mit Lochungen, die in unregelmäßiger Abfolge Lichtsterne aufleuchten lassen – Otto Piene ist ohne Zweifel ein Künstler, der sein eigenes Credo verwirklicht hat, denn er sagte einmal: „Das Licht ist da und dringt überall hin, und nicht ich male, sondern das Licht.“Auf dem Bild: Otto Piene, Bausch, 1998. More Sky Collection. Pressestelle Arp Museum Rolandseck - Foto: VG Bild-Kunst, Bonn 2019
Waren 1957 die Arbeiten noch von der Leinwand und dem Farbauftrag bestimmt, indem Piene durch Siebe Ölfarbe drückte und dadurch Linien von Punkten erscheinen ließ, ging er in den 1960er Jahren dazu über, seine Bilder mit Lackfarbe zu besprühen. Diese wurde dann angezündet, und es bildeten sich dicke schwarze Blasen und aufgerissene Häute, die gelbrote Schichten freigaben.Auf dem Bild: Otto Piene, Die Geburt des Regenbogens, 1973. More Sky Collection. Pressestelle Arp Museum Rolandseck - Foto: VG Bild-Kunst, Bonn 2019
Später perforierte der Zero-Künstler die Oberflächen aus Metall oder Keramik und brachte direkte Lichtquellen ein. So etwa in einer Rauminstallation von Jena von 2007, die jetzt im Arpmuseum nachgebildet wurde. Die Lichtbahnen wirken wie Kometenschweife oder Umlaufbahnen von Planeten.Auf dem Bild: Otto Piene, Lichtraum Jena (Installationsansicht), 2007. Pressestelle JENOPTIK AG - Foto: VG Bild-Kunst, Bonn 2019
Otto Piene hat sich so Kuratorin Jutta Mattern seinen eigenen Kosmos erschaffen: „Piene will einen Raum entdecken, Weite entdecken, den Himmel erobern. Hier übertragen sich die 60er Jahre mit der bemannten Raumfahrt, als Bilder übermittelt wurden von den Oberflächen der Planeten, der Gestirne – das alles zeigt sich bereits in seinen Arbeiten.“Auf dem Bild: Otto Piene, Komet, 1973. More Sky Collection. Pressestelle Arp Museum Rolandseck - Foto: VG Bild-Kunst, Bonn 2019
Der Kreis spielt eine große Rolle, begegnet uns in vielen Werken – mal als gebogene Lichtbahn, mal als eine Ansammlung von Keramikkugeln, die mit Gold besprüht und glasiert wurden. Gerade hier gibt es Bezüge zu den Werken von Hans und Sophie Taeuber-Arp, den Namenspatronen des Museums. Beide haben wie Otto Piene mit Licht und Kreis gearbeitet.Auf dem Bild: Otto Piene, Hemisphäre Platin, 2007. More Sky Collection. Pressestelle Arp Museum Rolandseck - Foto: Christian Altengarten
In der Ausstellung werden sechs Arbeiten von Fontana jenen von Otto Piene gegenüber gestellt. Fontana erschuf einen 200 Kilo schweren Bronzemeteor mit einem tiefen Loch. Die Themen ähneln sich – weg von der realen Welt hin zu einem Kosmos der Träume. Die Ausstellung im Arpmuseum in Rolandseck lässt uns einen wichtigen Nachkriegskünstler in all seinen Facetten und Bezügen wiederentdecken – und nicht nur ihn, sondern auch den damaligen Zeitgeist, den Aufbruch nach dem Zweiten Weltkrieg in ein neues, besseres Universum.Auf dem Bild: Lucio Fontana, Spheres, 1957. Pressestelle Museo Internazionale delle Ceramiche Faenza (MIC) - Foto: VG Bild-Kunst, Bonn 2019
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