Kunstmuseum Stuttgart Bilder zur Ausstellung "Sparda-Kunstpreis 2019"

Kunstmuseum Stuttgart Bilder zur Ausstellung "Sparda-Kunstpreis 2019"

Kubus. Sparda-Kunstpreis (Foto: Pressestelle, Kunstmuseum Stuttgart - Foto: Peter Granser)
„Heaven in Clouds“ heißt eine Gated Community in einer chinesischen Megacity, vor der Peter Granser eines Tages stand – und wusste, dass er seinen neuen Werkkomplex eben so betiteln würde. „Heaven in Clouds“ ist ein vieldeutiger Titel. Er passt auch zum Smog, der die Stadt fast jeden Tag vernebelt. Den Namen dieser Megacity nennt Granser nicht. Es geht ihm um die Auswirkung von Urbanisierungsprozessen, die sich weltweit in vielen Städten zeigen, in China freilich sehr extrem.Auf dem Bild: Peter Granser - Stage, aus „Heaven in Clouds“, 2009–2012. Archival Pigment Print, 75 x 100 cm. Pressestelle Kunstmuseum Stuttgart - Foto: Peter Granser
Granser kombiniert seine dokumentarischen Fotografien mit poetischen abstrakten Bildern, die er „Night Sky“ („Nächtlicher Himmel“) nennt. „Es sind Langzeitbelichtungen des Himmels über der Stadt, die nachts aufgenommen wurden: riesige LED- und Neonleuchtreklamen, die den Himmel erhellt haben. Die fotografische Technik gibt mir die Möglichkeit, die Lichtpartikel mit Langzeitbeleuchtung in dem starken Smog der Stadt einzufangen.“Auf dem Bild: Peter Granser - Night Sky 015364, aus „Heaven in Clouds“, 2009–2012. Archival Pigment Print. 170 x 127,5 cm. Pressestelle Kunstmuseum Stuttgart - Foto: Peter Granser
Es sind verlockend schöne Bilder, die in ihrer Unschärfe die hässliche Realität verbergen. Und definitiv solche, die im Gedächtnis bleiben.Auf dem Bild: Peter Granser - Paradajs 4, aus „I Walked Into a Cave and Up To Paradajs“, 2016. Archival Pigment Print, 135 x 90 cm. Pressestelle Kunstmuseum Stuttgart - Foto: Peter Granser
Peter Granser macht seit 15 Jahren von Stuttgart aus international Furore. Seine Fotoserie aus China füllt den ersten Raum der Ausstellung zum Sparda-Kunstpreis, den die Besucher sehen. Pressestelle Kunstmuseum Stuttgart - Foto: Beatrice Theil
Armin Linke, der als Professor an der Karlsruher Hochschule für Gestaltung wirkte, zeigt sein neues Projekt „Image Capital“. Es ist ästhetisch der absolute Gegenpol zu Peter Granser, eine intellektuelle Untersuchung über das Wesen und die Bedeutung der Fotografie, etwa als Medium der Erinnerung oder der Sicherung von Daten.Auf dem Bild: Armin Linke - Iron Mountain Preservation Facility, Boyers (Pennsylvania) USA, 2018 Pressestelle Kunstmuseum Stuttgart - Foto: Armin Linke
Theoriefaktor hoch. Mit dem klassischen Kunstbegriff hat das nicht mehr viel zu tun.Auf dem Bild: Armin Linke - Photo Library, The Kunsthistorisches Institut in Florenz, Max Planck-Institute, 2018. Pressestelle Kunstmuseum Stuttgart - Foto: Armin Linke
„Ich denke, dass Kunst hier anfängt“, so Armin Linke, „indem man richtige Fragen über unsere Geschichte stellt – auch die Zukunft unserer Geschichte.“ Pressestelle Kunstmuseum Stuttgart - Foto: Giulia Bruno
Fragen wirft auch die Stuttgarter Fotografin Sinje Dillenkofer auf. Da geht es etwa um Geschlechterstrukturen in der Hierarchie oder um die menschliche Hybris, Lebewesen wie ein Schöpfer selbst zu formen.Auf dem Bild: Sinje Dillenkofer - Disjunktion 3, aus „Disjunktionen paralleler Konstrukte“, 2019, Handabzug Barytpapier, 51 x 61 cm (Rahmenmaß). Pressestelle Kunstmuseum Stuttgart - Foto: VG Bild-Kunst, Bonn 2019
Dem spürt Dillenkofer nach in ihren Tierporträts, etwa von Walliser Schwarzhals-Ziegen, die sie direkt im Stall auf der Schwäbischen Alb in einem eigens gebauten Fotostudio porträtierte. „Ich fand es so prägnant, dass man so eine radikale Züchtung überhaupt hinkriegt und natürlich das große Streben danach hat, diese Linie, die den Körper exakt zwischen schwarz und weiß halbiert, zu perfektionieren.“Auf dem Bild: Sinje Dillenkofer - Ziege 1, 2010. C-Print, 180 x 180 cm. Pressestelle Kunstmuseum Stuttgart - Foto: VG Bild-Kunst, Bonn 2019
Sinje Dillenkofer Pressestelle Kunstmuseum Stuttgart - Foto: Valentin Wormbs
Annette Kelm wird unter anderem durch die renommierte König Galerie vertreten. In ihren zugleich klaren und sehr rätselhaften Fotografien orientiert sie sich an klassischen Sujets wie Porträt und Stillleben.Auf dem Bild: Annette Kelm - Judith, Old Masters, 2014. C-Print, 66,5 x 53,5 cm (Rahmenmaß). Pressestelle Courtesy Annette Kelm and KÖNIG GALERIE, Berlin - Andrew Kreps Gallery, New York - Gió Marconi, Mailand - Taka Ishii Gallery, Tokyo - Galerie Meyer Kainer, Wien - Herald St., London - Foto: Annette Kelm
Grüne Äpfel auf kariertem Stoff, ein Pizzakarton mit einem Stück Borke, Schilfhalme, unter denen Dollar-Noten liegen, und immer wieder Blumen, merkwürdig arrangiert. Die Motive von Annette Kelm irritieren und faszinieren zugleich.Auf dem Bild: Annette Kelm - Still Life with Spring, 2017. Archival Pigment Print, 120 x 90 cm. Pressestelle Courtesy Annette Kelm and KÖNIG GALERIE, Berlin - Andrew Kreps Gallery, New York - Gió Marconi, Mailand - Taka Ishii Gallery, Tokyo - Galerie Meyer Kainer, Wien - Herald St., London - Foto: Annette Kelm
„Ich möchte jetzt niemandem vorschreiben, wie er das Bild zu lesen hat. Das soll für sich stehen“, sagt Annette Kelm und ist darin künstlerisch absolut überzeugend.Auf dem Bild: Annette Kelm - Vitrine zur Geschichte der Frauenbewegung in Baden-Württemberg, Haus der Geschichte Baden-Württemberg, Stuttgart, 2013. C-Print, 78 x 62,5 cm. Pressestelle Courtesy Annette Kelm and KÖNIG GALERIE, Berlin - Andrew Kreps Gallery, New York - Gió Marconi, Mailand - Taka Ishii Gallery, Tokyo - Galerie Meyer Kainer, Wien - Herald St., London - Foto: Annette Kelm
Kelm lebt heute in Berlin, doch die Erinnerungen daran, wie Stuttgart sie in ihrer Jugend prägte, sind noch immer wach: der Kunstlehrer am Katharinenstift, das Werkstatthaus Ost, die ifa-Galerie und nicht zu vergessen 1993: die Jeff-Koons-Ausstellung in der Staatsgalerie Stuttgart. Schön, dass Annette Kelm nun für die Ausstellung zum Sparda-Kunstpreis Kubus zurück gekommen ist. Pressestelle Kunstmuseum Stuttgart - Foto: Annett Kroenert
Bei den früheren Ausstellungen im Kubus des Kunstmuseums Stuttgart wurden die Positionen auf die drei Etagen verteilt. In diesem Jahr müssen sich nun vier nominierte Künstler die Etagen teilen, was die Struktur der Ausstellung erheblich stört. Immerhin, sie stellt ein breites Spektrum fotografischer Positionen vor. SWR - Foto: Susanne Kaufmann
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