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Das Bildarchiv des Kernforschungszentrums Karlsruhe dokumentierte ein Projekt der jungen Bundesrepublik, wo in einem modernen Forschungslabor in der Rheinaue an der atomaren Zukunft geforscht wurde. Neu durchleuchtet von Künstler*innen der Karlsruher Hochschule für Gestaltung ist daraus nun ein Buch entstanden.

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Das Kernforschunsgzentrum Karlsruhe ist ein Quadratkilometer großes Areal, gut versteckt im Kiefernwald der Rheinaue. Mitte der 1950er Jahre baute man hier erstmals eigene Versuchsreaktoren und versammelte tausende Wissenschaftler.

Kernforschunkszentrum, Karlsruhe (Foto: Pressestelle, KIT Archiv)
„Es gibt diese Aufnahmen von Menschen in weißen Kitteln und in gelben Ganzkörperanzügen, die auch zeigen sollen: Es gibt eine Sicherheit, mit unserer Technik können wir das Atom bezwingen“, schildert Mit-Herausgeberin Friederike Schäfer. — Bild: 05.1962 Pressestelle KIT Archiv Bild in Detailansicht öffnen
Im April 1957 werden Hinweisschilder zum Gelände des Kernreaktors aufgestellt. Pressestelle KIT Archiv Bild in Detailansicht öffnen
Während Frauen Vorzimmer zieren oder im Einkaufsladen des Forschungszentrums für die Kamera posieren, steuern Männer das Geschehen. Ihre Versuchsaufbauten taufen sie gern auf weibliche Vornamen. — Bild: 09.1960 Pressestelle KIT Archiv Bild in Detailansicht öffnen
Besucher am Forschungsreaktor 2 in Karlsruhe — dabei sind Karl Josef Fuck, Stadtdekan von Karlsruhe, Hermann Schäufele, Erzbischof von Freiburg und Karl Wirtz, der Leiter des Instituts für Neutronenphysik und Reaktortechnik. Pressestelle KIT Archiv Bild in Detailansicht öffnen
Thermit-Versuchsanlage - Versuch in der Zündungsphase, 12.1982 Pressestelle KIT Archiv Bild in Detailansicht öffnen
Das toxische Erbe der Atomeuphorie ist bedrohlich. Ein großer Teil des radioaktiven Mülls in der Grube Asse, die bekanntlich jederzeit havarieren kann, stammt aus dem Kernforschungszentrum Karlsruhe. — Bild: 1989 Pressestelle KIT Archiv Bild in Detailansicht öffnen
Ein Mitarbeiter in Schutzkleidung entleert einen Schlauchs während der Übung der Werksfeuerwehr am Forschungszentrum Karlsruhe im Jahr 2002. Pressestelle KIT Archiv Bild in Detailansicht öffnen

Es habe den Begriff der „Reaktorfamilie“ für diese 5.000 Leute, die im hermetisch abgegrenzten Bereich mitten im Wald am Campus Nord in Karlsruhe gearbeitet hatten, erzählt Judith Milz, eine der Mitherausgeberinnen des Buchs.

Initiiert wurde das Projekt von Susanne Kriemann, Professorin an der HfG, aus einem Seminar heraus. Bereits 2019 fand die Ausstellung „10%“ in diesem Zusammenhang statt.

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