STAND
AUTOR/IN

Die Galerie der Stadt Sindelfingen zeigt die Arbeiten von zwölf internationalen, zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern, darunter Stars wie Damien Hirst. In Videos, Fotografien, Rauminstallationen und Performances untersuchen die Werke das Thema Schmerz und dessen Überwindung. Die Londoner Künstlerin Marianna Simnett: „Es geht um Selbstermächtigung, nicht zuletzt für Frauen in der Kunst.“

Audio herunterladen (3,6 MB | MP3)

Beyond the Pain - Galerie der Stadt Sindelfingen (Foto: Olaf Nagel, Ostfildern, Sammlung Froehlich Stuttgart, VG-Bildkunst Bonn, 2020)
Unsere Gesellschaft hat den Schmerz durch Medikamente größtenteils unsichtbar gemacht. – Im Bild: Damien Hirst, „The Quay“ Olaf Nagel, Ostfildern, Sammlung Froehlich Stuttgart, VG-Bildkunst Bonn, 2020 Bild in Detailansicht öffnen
Dabei kann Schmerz sich auf vielfältige Art und Weise manifestieren, psychisch und physisch. – Im Bild: Bas Jan Ader, Studie zu „I Am Too Sad to Tell You“ The Estate of Bas Jan Ader / Mary Sue Ader Andersen, 2020 / The Artist Rights Society, New York, Courtesy of Meliksetian | Briggs, Los Angeles Bild in Detailansicht öffnen
Gleichzeitig wird der Widerstandskraft gegen Schmerz seit jeher besonderer Respekt entgegen gebracht: „Held*innen kennen keinen Schmerz.“ – Im Bild: Viktoria Modesta, Hero Galerie Stadt Sindelfingen Bild in Detailansicht öffnen
Bondage, eine Fetischpraxis, spielt mit dem Aushalten und Zufügen von Schmerz. Die japanische Variante Shibari ist durch ästhetisierende Fotografie bekannt geworden. – Im Bild: Nobuyoshi Araki, ohne Titel (aus der Serie „Tokyo Novelle“) Nobuyoshi Araki, KUNSTMUSEUM WOLFSBURG Bild in Detailansicht öffnen
Die Geschichte der meisten Länder ist auch eine Geschichte von Schmerz und Trauma: Künstler*innen machen sie sichtbar, wie etwa Maya Watanabes Video-Installation über Massengräber in Peru. – Im Bild: Maya Watanabe, „Liminal“ Galerie Stadt Sindelfingen Bild in Detailansicht öffnen
Marianna Simnett wiederum thematisiert die Schmerzerfahrung ihrer Familie mit dem Holocaust und der Judenverfolgung in Europa. – Im Bild: Marianna Simnett, „Faint with Light“ SEIZURE Installationsansicht im Copenhagen Contemporary, Kopenhagen, 2019, Courtesy the artist Bild in Detailansicht öffnen
Während in Mittel- und Westeuropa Krieg hauptsächlich als geschichtliche Schmerzerfahrung sehr entfernt scheint, ist er in anderen Ländern und Regionen noch eine aktuelle Schmerzerfahrung. – Im Bild: Harun Farocki, „Serious Games III: Immersion“ Harun Farocki GbR, VG-Bildkunst Bonn, 2020 Bild in Detailansicht öffnen
Kunst kann diese aktuellen Schmerzerfahrungen auch dokumentieren. Bekannt geworden mit solchen Dokumentationsformen ist das Kollektiv Forensic Architecture. – Im Bild: Forensic Architecture, „Torture in Saydnaya Prison“ Galerie Stadt Sindelfingen Bild in Detailansicht öffnen

„Was bedeutet Schmerz-Überwindung überhaupt genau? Bedeutet es eine post-traumatische Reifung, oder bedeutet es akzeptieren, dass man vielleicht auch mit gewissen Erfahrungen leben muss?“

Von konkreter Dokumentation von Leid und Schmerz wie das quälend informative Video des Kollektivs Forensic Architecture über die syrischen Foltergefängnisse des Assad-Regimes bis zum interaktiven Nachmachen potentiell schmerzhafter Yoga-Posen mit der Wiener Künstlerin Baris Ruder reicht das Spektrum der Ausstellung. Dabei werden für die Besucher*innen auch die eigenen Schmerzgrenzen greifbar.

Filmkunst Vielseitige Videokunst auf der B3 Biennale des Bewegten Bildes in Frankfurt

Die B3 Biennale des bewegten Bildes präsentiert seit 2013 in Frankfurt alle Facetten des Kunstfilms, der Videokunst und der digitalen Welten. Wegen der Corona-Pandemie werden in diesem Jahr die meisten Werke im Internet gezeigt. Den Auftakt machte die „Extravaganza Virtuale“, eine rund fünfstündige Netz-Veranstaltung, die Künstler und Künstlerinnen auf der ganzen Welt zusammengebracht hat.  mehr...

SWR2 Journal am Mittag SWR2

Ausstellung Fragen der menschlichen Existenz - Werke der „Ars Viva“-Preisträger 2021 in Frankfurt

Rob Crosse, Richard Sides und die Künstlerin Sung Tieu (alle Mitte der achtziger Jahre geboren) erhalten den „Ars Viva“-Preis 2021. Eine Ausstellung im Frankfurter Museum für Angewandte Kunst zeigt einige ihrer Werke. Ob Video, Objekt oder Installation – in den Arbeiten geht es immer wieder um Fragen der menschlichen Existenz. Sie greifen Tabus auf, thematisieren Ordnungssysteme des öffentlichen Lebens und gleichzeitig ganz Privates.  mehr...

SWR2 Journal am Mittag SWR2

STAND
AUTOR/IN