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Glaskunst - warum prominente Künstler für ihre Glasprojekte in die Region nach Stromberg und Taunusstein kommen - und ihre Werke in London und New York zu sehen sind.

Dauer
Sendedatum
Sendezeit
23:05 Uhr
Sender
SWR Fernsehen

Der bunte Schimmer einer dünnen Benzinschicht auf der Wasserpfütze, der farbige Glanz einer Seifenblase - es sind solche Licht- und Farbeffekte, die den dänisch-isländischen Künstlerstar Olafur Eliasson inspirieren. Das Material, dass es ihm möglich macht, diese Effekte in seine Kunst einzubauen, kommt aus Stromberg im Hunsrück.

Dort stellt die kleine Firma Prinz Optics ultradünn beschichtetes Glas her, das das Licht in allen Farben des Spektrums reflektiert. Je nach Blickwinkel ändert sich der Effekt: Was eben noch glasklar war, erscheint im nächsten Moment in volltöniger Farbigkeit. Was beim Durchblick grün aussieht, reflektiert das Licht in grellem Pink.

Mundeblasene Kugeln der Firma Prinz Optics (Foto: SWR)
Peter Röhlen, Chef der Firma Prinz Optics, bestaunt auf der Kölner Möbelmesse IMM, was ein Berliner Nachwuchsdesigner aus seinem Material gefertigt hat.

An die Künstler hatte Geschäftsführer Peter Röhlen bei der Entwicklung seiner Produkte ursprünglich eigentlich gar nicht gedacht. Sondern an Materialtests beispielsweise. In der Wüste Arizonas etwa steht eine riesige Filteranlage, die aus Sonnenstrahlen die Wärme herausfiltert.

Das Ergebnis ist reines Sonnenlicht, mit dem dann die Leistung von Solarpanels kontrolliert wird. Dass nun immer mehr Künstler und Designer sich für seine Effektgläser begeistern und damit Neues und Aufsehenerregendes schaffen, freut Peter Röhlen. Mit uns geht er auf eine Entdeckungsreise zu den Resultaten dieser Symbiose von Industrie und Kunst: zu einer Ballettaufführung im Heidelberger Theater, in eine Mainzer Galerie, zur Möbelmesse nach Köln und zum aufsehenerregenden Konzerthaus "Harpa" in Reykjavik.

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