Sachbuch

Beeindruckende Karriere - die Mannheimer Hofmalerin Catharina Treu

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Catharina Treu wird 1743 in Bamberg als jüngste Tochter in eine wohlhabende Familie geboren. Der Vater, selbst Künstler, lässt alle seine fünf Kinder zu Malern ausbilden. Catharina Treu fällt schon sehr früh durch ihre Begabung auf.

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Der Fürstbischof von Speyer ist so begeistert von ihren detailgetreuen Stillleben, dass er sie nach Bruchsal holt. Bevor er stirbt, empfiehlt er die talentierte Malerin dem kunstliebenden Kurfürsten Carl Theodor nach Mannheim. Und dort wird Catharina Treu mit nur 26 Jahren als „Kabinett-Malerin“ angestellt. 1776 macht Catharina Treu einen weiteren Karriereschritt: sie wird zur Professorin an der Düsseldorfer Kunstakademie ernannt – als erste Frau in ganz Europa.

Die meisten Werke sind verschollen

Catharina Treu stirbt im Alter von 68 Jahren in Mannheim. Obwohl sie Zeit ihres Lebens als Malerin hoch angesehen war, geriet sie relativ schnell in Vergessenheit.

Neben der Kunsthalle Karlsruhe besitzen auch das Landesmuseum Mainz, die Staatsgalerie Stuttgart und die Reiss-Engelhorn Museen in Mannheim Gamälde von ihr. Die meisten ihrer Werke sind jedoch leider verschollen. Es gilt also, eine wichtige Künstlerin aus dem Südwesten wiederzuentdecken.

Gespräch Das Buch als Kostbarkeit: Der Künstler Olaf Wegewitz erhält den Preis der Antiquaria Ludwigsburg

Man habe beinahe gar nicht den Eindruck, dass Olaf Wegewitz eigentlich Kunst machen wolle, würdigt der Schriftsteller Ingo Schulze den diesjährigen Preisträger der Antiquaria Ludwigsburg in SWR2. „Er ist jemand, der die Natur, überhaupt die Welt als etwas ,Mitgeborenes‘ begreift.“ Zumindest sei dies eine Beschreibung, die man für das große Werk von Wegewitz finden könne. Die Jury der Antiquaria Ludwigsburg hatte in ihrer Begründung geschrieben, die Kunst von Wegewitz wirke wie eine allererste Begegnung mit dem Buch als einer „sagenhaften Kostbarkeit“.
1990 habe er den Künstler bei einer Ausstellung kennengelernt, erinnert sich Ingo Schulze, der selbst auch Werke von Wegewitz sammelt. 1994 sei er erstmals zu einem Besuch bei dem Künstler im Atelier gewesen, „und das war ein sehr großes Erlebnis“. Wegewitz nähere sich der Welt „über das Material“. Immer versuche er, Bücher zu schaffen, die in ihrer Gestaltung dem Thema ganz angemessen seien, in der Herstellung von Papier, Bindung und anderen verwendeten Materialien. So fänden Bücher zu so verschiedenen Themen wie Unkraut, Meer oder dem Kosmos je ihre ganz eigene Gestaltung. Die Bücher von Olaf Wegewitz seien ein umfassendes haptisches Erlebnis: „Es raschelt, es duftet, es gibt in einem Buch sogar ein Schwingholz, man kann damit Töne produzieren. Ein solches Buch ist fast eine Skulptur“, beschreibt Ingo Schulze das Werk von Olaf Wegewitz.
Weil die Antiquaria Ludwigsburg 2021 nur als Online-Veranstaltung stattfinden kann, soll Wegewitz der Preis der Antiquaria bei einer Veranstaltung im Sommer verliehen werden. Ingo Schulze wird dann die Laudatio halten.  mehr...

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Frankfurt am Main

Kunst Original und Rekonstruktion – Liebieghaus baut mittelalterliche Skulpturen nach

Das Liebieghaus in Frankfurt am Main beherbergt eine hochkarätige Skulpturen-Sammlung. Darunter auch der sogenannte „Rimini-Altar“ eines bislang unbekannten Künstlers. Um mehr über das monumentale Kunstwerk zu erfahren, bauen Wissenschaftler*innen Teile des Altars nun noch einmal komplett nach.  mehr...

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