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Kunst für alle Altersgruppen und unterschiedlichste Menschen anschaulich und spannend zu machen, ist das erklärte Ziel von Beate Kemfert. Die promovierte Kunsthistorikerin ist Kuratorin der Opelvillen in Rüsselsheim und beschäftigt sich dabei vor allem mit der Kunstgeschichte des 20. und 21. Jahrhunderts.

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Kunst und ihre Geschichte für alle

Spezielle Führungen für Kinder oder Menschen mit Demenz sind Projekte von Beate Kemfert. Aber sogar „Kunst für Tiere“ wird in den Opelvillen ausgestellt — unter anderem mit lebensgroßen Menschenaffen, beeindruckenden Porträt-Zeichnungen der Künstlerin Gabriele Muschel und faszinierender Fotografien von Hunden oder Kühen.

„Ich habe eine Leidenschaft für bildende Kunst.“

Die Begeisterung für die Kunst entdeckte Beate Kemfert in ihrer Schulzeit, ihr damaliger Lehrer zog mit seiner Klasse durch die Museen und begeisterte für die Malerei. Im Rückblick ein Erweckungserlebnis, wenngleich sie über ihre eigenen damaligen Malversuche — „schwülstige Putten“ — heute eher schmunzeln muss.

Künstlerinnen fördern und wiederentdecken

Künstlerinnen zu fördern oder zu entdecken, findet Beate Kemfert wichtig — sie versteht es als Teil ihrer Rolle als Führungskraft. Zwar seien Frauen im Kulturbetrieb willkommen — „unterbezahlt, leidenschaftlich, ehrenamtlich und so weiter“ —, Autorität müssten sich viele Frauen aber erst durch Leistung und Inhalte erarbeiten, während sie Männern oft schon per se zugeschrieben werde.

Momentan arbeitet Kemfert an einer Ausstellung über die amerikanische Fotografin Lee Miller. Insgesamt will sie viele vergessene Frauen der Kunstgeschichte wieder ins Ausstellungslicht bringen.

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