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Barbara Klemm hatte bereits Andy Warhol, Willy Brandt und Joseph Beuys vor der Linse. Für ihr neues Projekt hat die renommierte Fotografin Orte besucht und dokumentiert, die ins Werk Friedrich Hölderlins eingegangen sind. Ihre Fotografien gibt es im Hölderlin-Jahr 2020 in einer Wanderausstellung in den Neckarstädten Nürtingen und Tübingen zu sehen. Außerdem erscheinen sie als Bildband.

Dauer
Sendedatum
Sendezeit
6:00 Uhr
Sender
SWR2

Barbara Klemm: Hölderlins Orte

Barbara Klemm: Hölderlins Orte (Foto: Barbara Klemm, Kerber Verlag)
40 Schwarz-Weiß-Aufnahmen, in Nürtingen auf wenige Stellwände verteilt: das Hölderlindenkmal in Lauffen am Neckar, der Turm in Tübingen, ein Blick in den Speisesaal des Tübinger Stifts, in dem Hölderlin auf dringenden Wunsch der Mutter hin Theologie studierte. Barbara Klemm, Kerber Verlag Bild in Detailansicht öffnen
„Wie ein Gekerkerter“ fühlt sich der junge Dichter dort und die Gemäldegalerie gestrenger Stiftsväter im Innern vermittelt einen flüchtigen Eindruck von den damals bedrückenden Lebensverhältnissen. Barbara Klemm, Kerber Verlag Bild in Detailansicht öffnen
Die Verbindung zwischen Fotografie und Dichtung zeichnet ein kleines Handbüchlein nach, mit dem sich die Besucher*innen durch die Ausstellung bewegen können. Denn es sind weniger die biographischen Orte, die Barbara Klemm in ihren Bildern eingefangen hat. Barbara Klemm, Kerber Verlag Bild in Detailansicht öffnen
„In deinen Tälern wachte mein Herz mir auf / Zum Leben, deine Wellen umspielten mich, / Und all der holden Hügel, die dich Wanderer! / kennen, ist keiner fremd mir.“ Barbara Klemm, Kerber Verlag Bild in Detailansicht öffnen
So beginnt Hölderlins Ode „Der Neckar“, die den Fluss seiner Kindheit und Jugend beschreibt. Hölderlin kennt sich bestens aus, auf zahlreichen Wanderungen hat er Wege, Bachläufe, Hügel und Wälder seiner Umgebung erkundet hat. Barbara Klemm, Kerber Verlag Bild in Detailansicht öffnen
Mal animiert ihn eine Felsspalte zum Nachdenken über Schicksal und historische Größe, mal feiert er mit großer Ehrfurcht eine knorrige Eiche. Von Hölderlins Versen, von der Stimmung und Tiefe seiner Lyrik, hat sich Barbara Klemm bei der Suche nach entsprechenden Motiven leiten lassen. Barbara Klemm, Kerber Verlag Bild in Detailansicht öffnen
Die Fotografin hat in ihren Bildern nicht einfach nur beeindruckende Landschaften festgehalten, sondern eigene poetische Bilder geschaffen. Bilder, die magisch, rätselhaft, auch düster anmuten – Seelenlandschaften in Schwarz-Weiß. Barbara Klemm, Kerber Verlag Bild in Detailansicht öffnen

Hölderlins Orte, von Barbara Klemm

Rathaus Nürtingen, 14.2.-20.3.
Hölderlinturm Tübingen, ab 5.4.

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