STAND
INTERVIEW

Schon im 19. Jahrhundert träumten Menschen von fliegenden Autos, von Städten im All und Lebenswelten unter Wasser: Schillernde und faszinierende Zukunftsmusik, bald abgelöst von einer Zeit kritischer Technikbetrachtung abgelöst. Die Ausstellung „Back to future“ im MFK Frankfurt ist eine Bildreise zu den technischen Visionen der Zukunft von gestern. In SWR2 sagt die Kuratorin Katja Weber, warum sich manche vielversprechende Visionen nicht durchgesetzt haben.

Audio herunterladen (7,9 MB | MP3)

Warum gibt es keine fliegenden Autos? In den 50-er Jahren wurde bereits das sogenannte convercar erprobt, eine Crossover-Technologie, die Auto und Flugzeug zusammengebracht hat. Aber diese Technologie hat sich aus verschiedenen Gründen nicht durchgesetzt.

Ausstellung „Back to Future” im MFK Frankfurt (Foto: Pressestelle, MSPT)
Zukunftsfantasien im Jahre 1930: Ein Sammelbildchen aus dem „Echte Wagner Album Nr. 3“ Pressestelle MSPT Bild in Detailansicht öffnen
Die Ausstellung zeigt: Der Wunsch nach Optimierung findet sich schon in alten Erzählungen der Menschheitsgeschichte. Pressestelle Sven Moschitz / MSPT Bild in Detailansicht öffnen
Er offenbart sich in lebensrettenden Implantaten, smarten Sinneserweiterungen oder in Versuchen, Unsterblichkeit zu erlangen. Pressestelle Sven Moschitz / MSPT Bild in Detailansicht öffnen
Wie sich diese technischen Optimierungen auf das Zusammenleben auswirken, erkunden Science-Fiction Autor*innen in ihren Werken. Die Frage nach Unsterblichkeit ist bis heute Gegenstand gesellschaftlicher Debatten. Pressestelle Sven Moschitz / MSPT Bild in Detailansicht öffnen
Lufttaxi, Zeitmaschine, Personenrohrpost – so und noch erfindungsreicher stellen sich Visionäre die Transportmittel der Zukunft vor. Ein Ziel haben alle Vordenkerinnen und Erfinder gemeinsam: die Überwindung von Raum und Zeit. Pressestelle Sven Moschitz / MSPT Bild in Detailansicht öffnen
Seit Jahrhunderten erträumen sich die Menschen neue Welten. Bis heute ist der Traum von einer besseren Gesellschaft in einem neuen Raum ungebrochen: Bis 2034 möchte die NASA eine Mondstation bauen, um von dort aus den Mars zu erreichen. Pressestelle Sven Moschitz / MSPT Bild in Detailansicht öffnen

Das Bildtelefon sei ein anderes gutes Beispiel in der Ausstellung, sagt Kuratorin Katja Weber. „Schon vor 150 Jahren gab es erste Ideen, wie ein Bildtelefon aussehen könnte. Erst 50 Jahre später war das technisch dann möglich. Aber jetzt erst wieder 100 Jahre später nutzen wir wirklich die Videotelefonie. Hier kann man ganz gut sehen, dass erst durch Corona ein gewisser Nutzungsdruck entstand, obwohl sie technisch schon längst möglich gewesen wäre," so Weber.

Das MFK in Frankfurt zeigt bis 29. August 2021 die Ausstellung „Back to Future. Technikvisionen zwischen Fiktion und Realität", derzeit natürlich nur virtuell.

Driving the human Ort neuer Ideen – das „Bio Design Lab“ an der HfG in Karlsruhe

Am ZKM und der benachbarten Hochschule für Gestaltung startet ab dem 20.11.2020 das online-Festival „Driving the human“. Wissenschaftler, Künstler, Designer und natürlich Studierende sind eingeladen, über „Fragen und Visionen zur Gestaltung einer nachhaltigen und kollektiven Zukunft durch die Verbindung von Wissenschaft, Technologie und Kunst diskutieren“ – so der Ankündigungstext. Beteiligt ist auch das im Juni neu gegründete „Bio Design Lab“ der HfG. Dort soll nicht nur nach neuen umweltverträglichen Materialen und Produktionsweisen geforscht werden, sondern auch zeitgemäßes Design entstehen.  mehr...

SWR2 Journal am Mittag SWR2

Gespräch Museum der Zukunft: Klappt die Digitalisierung der Ausstellungen?

Die Corona-Zeit sei ein Sprung über eine riesige Klippe gewesen, sagt Lavinia Frey, Geschäftsführerin des Humboldt-Forums in Berlin. Die Museen hätten in der Frage der Digitalisierung einen großen Schub nach vorn gemacht, ist sie überzeugt. Zur Zukunft der Museen veranstaltet das ZKM in Karlsruhe eine Online-Diskussion.  mehr...

SWR2 am Morgen SWR2

STAND
INTERVIEW