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Das Antikenmuseum Basel präsentiert mit der Römerstadt Augusta Raurica bei Basel eine Ausstellung, die die „wahre Geschichte“ über Gladiatoren erzählen soll. Drei Jahre Vorbereitung und Kosten von zwei Millionen Schweizer Franken sind in eine anregende, gänzlich sensationsfreie Ausstellung geflossen, die ein differenziertes Bild des römischen Gladiators vermittelt.

Dauer
Sendedatum
Sendezeit
12:33 Uhr
Sender
SWR2

In Hollywood-Blockbustern sorgen sie für wilde Gemetzel ohne Regeln. Dem Klischee nach unterhielten Gladiatoren eine dekadente römische Gesellschaft, deren Freizeitvergnügen im sinnentleerten Abschlachten von Menschen und Tieren besteht.

Das Antikenmuseum in Basel differenziert dieses Bild. Kurator Esaú Dozio: „Die ersten Gladiatorenkämpfe in Rom fanden bei Bestattungen statt. Man ehrte Verstorbene mit diesem Ritual. Erst später haben Politiker verstanden, dass sie durch die Veranstaltung von solchen Spielen beliebt wurden beim Volk. Dann haben sie ihre politische Karriere mit solchen großzügigen Veranstaltungen gefördert. Es war eine Investition von Geld und Ressourcen.“ Betrachte man heute die Grabinschriften von Gladiatoren, könne man lesen, dass sie ziemlich stolz auf ihre Tapferkeit waren.

„Gladiator. Die wahre Geschichte.“ Ausstellung im Antikenmuseum Basel und Sammlung Ludwig, vom 22. September 2019 bis zum 22. März 2020.

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