Ausstellung Schattenspiele der Apartheid: „William Kentridge“ im Kunstmuseum Basel

William Kentridge, Künstler, Filmemacher und Regisseur, setzt sich in seinen Arbeiten mit Themen wie Apartheid, Kolonialismus und Vertreibung auseinander. Das Kunstmuseum Basel zeigt jetzt in einer großen Überblicksschau auch bislang unbekannte Werke des Südafrikaners. Kunscht! hat ihn in Basel getroffen.

Von afrikanischen Rhythmen bis hin zu Schattenspielen

Diese Ausstellung wirkt wie eine Theater-Inszenierung, eine Oper, ein Stummfilm oder ein Konzert. In jedem Falle ist es eine hochpolitische Geschichtsstunde.

Wenn William Kentridge ein Museum bespielt, schallen afrikanische Rhythmen durch die Räume und spuken Schattenspiele über die Wände. Und immer wieder erscheint auch der Künstler selbst in den unmöglichsten Rollenspielen und Versuchsanordnungen.

Themen wie Apartheid, Kolonialismus, Flucht und Vertreibung

Es klingt verspielt. Tatsächlich aber erzählt Kentridge von Apartheid in Südafrika, von Kolonialismus, Flucht und Vertreibung.

Das größte Werk der William-Kentridge-Schau im Kunsmuseum Basel sei die Performance "The head and the load", so Kurator Josef Helfenstein. Kentridge verarbeite darin die Erfahrungen Afrikas mit der Kolonisierung.

Dauer

Mit Rassentrennung und Gewalt aufgewachsen

Der 64-jährige Kentridge stammt selbst aus Südafrika, ist mit Rassentrennung und Gewalt aufgewachsen - als privilegierter Weißer, der heute die Ungerechtigkeiten in der Welt anprangert.

STAND