Bilder Werke von John Armleder in der Frankfurter Kunsthalle Schirn

Bilder Werke von John Armleder in der Frankfurter Kunsthalle Schirn

Ausstellungsansicht JOHN M ARMLEDER (Foto: Schirn Kunsthalle Frankfurt, 2019 - Foto: Norbert Miguletz)
So schillernd wurden die Besucher der Frankfurter Schirn wohl noch nie begrüßt. Aufdringlich glitzern die Discokugeln in den extra mit Spiegelfolie verkleideten Fenstern des Rundbaus. Eine Installation irgendwo zwischen überdimensionaler Tanzfläche und versilbertem Universum Schirn Kunsthalle Frankfurt, 2019 - Foto: Norbert Miguletz
Im Haus geht der Spaß weiter. An den Wänden Tapeten mit Totenköpfen, dazu eine auf den Kopf gestellte Kinderrutschbahn, Möbelskulpturen, ein schwarz-weiß bemaltes Klavier steht mitten im Raum. Schirn Kunsthalle Frankfurt, 2019 - Foto: Norbert Miguletz
Auf dem Boden liegt ein zerknautschter Flokatiteppich und vor dem riesigen Panoramafenster steht ein Stahlrohrgerüst, dekoriert mit künstlichen und natürlichen Topfpflanzen. Kurios, ja. Effektheischend, ja. Oberflächig, vielleicht. SWR/Sina Weinhold -
John Armleder behandelt solche Überlegungen mit einer großen Leichtigkeit. „Es sind die Menschen, die die Dinge betrachten und dann etwas daraus machen. Ich weiß nicht was und werde es auch nicht erfahren“, sagt der Künstler in SWR2Der Künstler John Armleder 2015. Schirn Kunsthalle Frankfurt - Foto: Collier Schorr
John Armleder scheint keine konkreten Erwartungen an seine Kunst zu haben. Die Zufälligkeit im Ergebnis ist prägender Bestandteil seiner Werke und kennzeichnend auch für seine wandfüllenden Pour Paintings: Farbstreifen aus geschütteter Farbe. SWR/Sina Weinhold -
Armleder: „Ich entscheide mich für den Untergrund und für das Format. Dann gehe ich los und kaufe Farben. Ich mische immer die Farben zusammen, von denen mir abgeraten wird, wegen der unvorhersehbaren, chemischen Reaktion.“John Armleder, „Divino“, 2019. Schirn Kunsthalle Frankfurt - Foto: Julien Gremaud / Courtesy of the artist and David Kordansky Gallery, Los Angeles.
John Armleder hat 1967 als Fluxuskünstler begonnen. Zusammen mit Freunden gründete er die Gruppe „Ecart“. Das Spannungsfeld zwischen Bedeutung und Spaß, Schrott und Hochkultur zeichnet sein Werk aus. SWR/Sina Weinhold -
John Armleder zitiert Kollegen, recycelt ihre Ideen. „Ich mische quasi alles zusammen“, sagt er. Beobachter der modernen Kunstgeschichte werden das Totenkopfmotiv und die Punktebilder auch dem britischen Konzeptkünstler Damien Hirst zuordnen. Schirn Kunsthalle Frankfurt, 2019 - Foto: Norbert Miguletz
Im Haufen bunter Neonröhren kann man einen Verweis auf die Arbeiten des amerikanischen Lichtkünstlers Dann Flavin erkennen. SWR/Sina Weinhold -
John Armleders Frankfurter Ausstellung funktioniert auf verschiedenen Ebenen. Es ist wie in einem dieser großen Bilderbücher: Überall wimmelt es von Geschichten, die am Ende das große Ganze ausmachen. Schirn Kunsthalle Frankfurt, 2019 - Foto: Norbert Miguletz
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