Gespräch

Ausgrabungen von Troja: Uni Tübingen war und ist maßgeblich beteiligt

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Astrid Tauch

Die Funde, die Heinrich Schliemann vor 150 Jahren von seinen Grabungen mit nach Deutschland nahm, würde man heute als „Beutekunst“ ansehen und auch so behandeln, sagt der Leiter des Tübinger Universitätsmuseums Ernst Seidl. Originalfunde aus Troja aus den Depots der Uni Tübingen sind nun, zusammen mit Leihgaben aus Berlin und Leipzig, in der Ausstellung „Troja, Schliemann und Tübingen“ zu sehen.

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Von 1988 bis 2012 haben Archäologen der Uni Tübingen am Trojaprojekt vor Ort gearbeitet. Im Moment werde nicht weiter gegraben, denn „in der Türkei ist es nicht mehr so einfach zu graben wie vor 20 Jahren“. So habe Präsident Erdogan entschieden, dass heute ein türkischer Forscher die Ausgrabungen leiten muss. Aber in Tübingen werde weiter an dem Trojaprojekt geforscht, so Seidl.

Die Ausstellung „Troia, Schliemann und Tübingen” läuft noch bis zum 16. April 2023 im Museum der Uni Tübingen.

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Es diskutieren:
Dr. Katarina Horst - Archäologin, Badisches Landesmuseum Karlsruhe
Dr. Reinhard Jung - Archäologe, Österreichische Akademie der Wissenschaften, Wien
Prof. Dr. Joseph Maran - Institut für Ur- und Frühgeschichte, Universität Heidelberg
Gesprächsleitung: Marie-Dominique Wetzel

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