Gespräch

ART+TECH Report 2022: Kunst-NFTs sind gekommen, um zu bleiben

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,,Bei den Käufern von NFT-Kunstwerken geht es weniger um Spekulation, sondern tatsächlich um die Qualität des Kunstwerks”, sagt Johanna Neuschäffler, Galeristin und Mitherausgeberin des ART+TECH Reports 2022.

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Wie Digitalisierung und Technologien den Kunstmarkt verändern, hat Neuschäffler mit drei weiteren Kunstmarktakteurinnen aus Berlin in einer Studie erforscht. „Digitale Kunst wird immer mehr als Medium anerkannt“, sagt sie. Aus der Studie könne man auch herauslesen, dass „die NFT-Kunst dem klassischen Kunstmarkt näher ist als der Crypto-Welt“, so Neuschäffer in SWR2.

Kunst Tücken digitaler Kunst — ZKM Karlsruhe verliert Passwort für NFTs im Wert von hunderttausenden Euro

„Letztendlich ist es eine valide Ethereum-Adresse, für die es allerdings keinen Schlüssel mehr gibt“, sagt IT-Experte Daniel Heiss vom Karlsruher ZKM leicht bedrückt bei SWR2. Das Zentrum für Kunst und Medien hat damit den Zugriff auf zwei digitale Original-Kunstwerke aus der NFT-Serie „CryptoPunks“ verloren. Der billigste davon wird derzeit auf dem Markt mit 170.000 Euro gehandelt.  mehr...

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Gespräch Autor Kolja Reichert über Krypto-Kunst, NFTs und digitales Eigentum

„Es handelt sich um Corona-Kunst“, sagt Kolja Reichert, Autor und Kunstkritiker im Interview mit SWR2. Im Lockdown seien die Kurse gestiegen und danach wieder direkt gefallen. „Es hatten wohl sehr viele Leute, sehr viel Zeit“. Dateien seien jetzt auch Kunst und zugleich digitales Eigentum. Die Technologie, die es möglich macht: NFT, Non-Fungible Token, also nicht austauschbare Zeichen. “Es ist aber trotzdem alles eine große Spekulation”, mahnt er. Gestern ist sein Buch “Krypto-Kunst - Digitale Bildkulturen” im Wagenbach Verlag erschienen.  mehr...

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Kunst 10.000 NFT-Küsse von Gustav Klimt: Wiens Belvedere verkauft Klimts „Kuss“ in Einzelteilen

In Kooperation mit der Digitalplattform arteQ hat das Wiener Museum Belvedere pünktlich zum Valentinstag sein wohl berühmtestes Kunstwerk in die neue Vermarktungswelt der NFTs, der Non Fungible Token, eingeführt. Gustav Klimts „Der Kuss“ wurde für die digitale Kopie in einen 100x100 Raster aufgeteilt und für je 1.850 als nummerierte und hochaufgelöste Einzelteile angeboten. „Durch das spielerische Element des Teilens entstehen ja auch 10.000 neue Bilder“, sagt Wolfgang Bergmann, wirtschaftlicher Geschäftsführer des Belvedere, „wir sind damit in Österreich Vorreiter und auch international eines der allerersten Museen”. Bis zum 14.2. um 8 Uhr morgens hatte das Belvedere bereits 1.730 NFT-Unikate verkauft und somit rund 3,2 Mio. Euro eingenommen, wie das Haus vermeldete. NFT Versteigerungen bei großen Auktionshäusern wie Sotheby’s oder Christie’s generieren in Investorenkreisen mittlerweile ganz erhebliches Interesse.  mehr...

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