Gespräch

Galerie „Arts Impact“: Inklusive Kunst und Kultur online entdecken

STAND
INTERVIEW
Christian Batzlen

„Die Szene der inklusiven Kunst und Kultur in Deutschland ist recht klein”, sagt Nils Rottgardt, Kurator der Online-Galerie Arts Impact. Der Grund dafür sei, dass es kaum Ausbildungsmöglichkeiten im künstlerischen Bereich für Menschen mit Behinderung gebe.

Audio herunterladen (6,4 MB | MP3)

Bessere Sichtbarkeit und Vernetzung der freien, inklusiven Szene

Die Online-Galerie zeigt aktuell 73 Kunstwerke von 40 Akteurinnen und Akteuren und hat das Ziel, auf neue Projekte der freien, inklusiven Szene aufmerksam zu machen und ihre Künstlerinnen und Künstler miteinander zu vernetzen. Von Malereien und Plastiken über Theater bis hin zu Musik und Wortbeiträgen präsentiert die Auswahl die große Vielfalt der Szene.

„Über eingebaute Links kommt man dann zu den Werken und Akteuren“, erklärt Rottgardt. Derzeit ist die Galerie auf Deutschland beschränkt, könnte aber bald erweitert werden, findet der Kurator: „Ziel ist es eine relativ umfassende Galerie für den deutschsprachigen Raum zu schaffen, also auch Österreich und die Schweiz.“

Reutlingen macht's für den Südwesten vor

„Reutlingen ist eine der heimlichen inklusiven Kulturhochburgen“, hat Kurator Rottgardt bei der Arbeit an Arts Impact festgestellt. „Was mich dort beeindruckt hat, ist, dass es mit dem Projekt Kulturbüro Klick eine ziemlich einmalige Institution gibt, die sich wirklich gezielt um Kulturerlebnisse für und mit Menschen mit Behinderung kümmern und die Zugänglichkeit von Kultur.“

Großen Nachholbedarf sieht Rottgardt im Bereich der Förderung und Anerkennung, auch wenn sich hier in den letzten Jahren schon einiges getan habe: „Kunst von Künstler*innen mit Behinderungen wird aus Reflex erstmal bei Sozialarbeit und Soziales eingeordnet, im Gegensatz dazu, wenn Künstler*innen ohne Behinderung arbeiten, ist es direkt bei der Kultur.“

Das Projekt Arts Impact ist eine Initiative der Un-Label Performing Arts Company und wird in künstlerischer Zusammenarbeit mit Leib+Seele Produktionen, wo Nils Rottgardt arbeitet, realisiert.

Kulturelle Teilhabe Staatstheater Karlsruhe: Wie „1001 Nacht“ auch für sehbeeinträchtigte Kinder erlebbar wird

Das Theaterstück „1001 Nacht“ für die ganze Familie kann sich dank Audiodeskriptionen fast besser hören als sehen lassen. Kinder, die wegen ihrer Sehbehinderung sonst nicht ins Theater gehen würden, bekommen hier per Headset das Theaterbild und das Geschehen auf der Bühne in Echtzeit erklärt. „1001 Nacht“ mit Audiodeskriptionen ist Teil des inklusiven Theaterprojekts „Theater für alle“ zum zehnjährigen Jubiläum des Jungen Staatstheaters Karlsruhe.

SWR2 Treffpunkt Klassik SWR2

Konstanz

Leben Wer ist schon perfekt? Eine Tänzerin kämpft gegen Schubladendenken

Bea Carolina Remark ist an den Beinen spastisch gelähmt, aber möchte nicht darauf reduziert werden. Die Tanzpädagogin fragt sich und andere, was man gegen solches Schubladendenken tun kann.

SWR2 Leben SWR2

STAND
INTERVIEW
Christian Batzlen