Gespräch

ARD-Kulturpodcast „Akte: Raubkunst?“ – Warum Nofretete nicht nach Berlin gehört

STAND
INTERVIEW
Kristine Harthauer

Wenn sie Gegenstände in Museen gesehen habe, die aus einem kolonialen Kontext nach Europa gekommen waren, habe sie sich immer unwohl gefühlt, sagt die Journalistin Helen Fares in SWR2. Auf welchem Weg Objekte wie die Büste der Nofretete überhaupt nach Berlin kamen, erzählt sie als Host in dem neuen ARD-Kultur-Podcast „Akte: Raubkunst?“.

Audio herunterladen (7,9 MB | MP3)

Dabei gehe es nicht nur um bekannte Objekte wie die Benin-Bronzen oder eben die Nofretete-Büste, sondern auch um unbekannte Gegenstände, die aber ebenfalls eine interessante Geschichte haben. Neben Museen oder Kultureinrichtungen kommen im Podcast auch Menschen zu Wort, die aus der Herkunftsgemeinschaft des Objekts stammen: „Das war uns eine der wichtigsten Angelegenheiten für die Produktion des Podcast", so Fares.

Die Büste der Nofretete im Neuen Museum Berlin (Foto: IMAGO, IMAGO / PEMAX)
Die Büste der Nofretete im Neue Museum Berlin IMAGO / PEMAX

In Sechs Episoden geht es um sechs Kulturschätze

In Sechs Episoden von „Akte: Raubkunst?“ geht es um sechs Kulturschätze – einige davon berühmt und umkämpft wie die Nofretete-Büste in Berlin, andere noch kaum erforscht. Um herauszufinden, wie sie nach Deutschland gekommen sind, geht es tief in die Kolonialgeschichte.

Europäische Mächte haben nicht nur Land und Ressourcen ihrer Kolonien ausgebeutet, sondern auch sakrale Schätze und Kunst. Die Recherche führt an Ausgrabungsstätten, auf Schiffe und Expeditionen und in dubiose Auktionshäuser.

ARD-Kulturpodcast „Akte: Raubkunst?“ in der ARD Audiothek

Mannheim

Direktorin an den Reiss-Engelhorn-Museen erstattet Bericht Benin-Bronzen Thema im Mannheimer Kulturausschuss

Die Mannheimer Reiss-Engelhorn-Museen besitzen - wie viele andere deutsche Museen - Objekte aus dem Benin-Raubzug im 19. Jahrhundert. Nun haben Deutschland und Nigeria die Rückgabe beschlossen.  mehr...

Benin-Bronzen: Webseite listet erstmals die betroffenen Raubkunst-Objekte auf

Nach der umstrittenen Einigung zwischen Deutschland und Nigeria über eine „substanzielle“ Rückgabe der Benin-Bronzen im April 2021, sind nun zum ersten Mal alle Informationen zu den betroffenen Museumsobjekten auf einer Webseite aufgelistet und öffentlich zugänglich.  mehr...

Gespräch Uni Mainz gibt Benin-Bronze zurück – Provenienzforschung auch Frage der Moral

Das Landesmuseum Mainz gibt eine bedeutende Benin-Bronze an Nigeria zurück. „Gerade Exponate der Benin-Bronze sind für die Provenienzforschung wichtig“, sagt Dr. Anna-Maria Brandstetter, Kuratorin der Ethnografischen Studiensammlung in SWR2. Eben weil Herkunft und die koloniale Vorbelastung hier so eindeutig gegeben seien.  mehr...

SWR2 Journal am Mittag SWR2

Gespräch Direktorin des Lindenmuseums: Debatte um Rückgabe der Benin-Bronzen ist wichtig

Bis Herbst soll entschieden werden, ob das Berliner Humboldt-Forum die Benin-Bronzen zurückgibt. Dies sei jedoch nicht ausschlaggebend für das Lindenmuseum Stuttgart, betonte Leiterin Ines de Castro in SWR2. „Die eigentliche Entscheidung, ob restitutiert werden soll oder nicht, wird getroffen vom Land Baden-Württemberg und der Stadt Stuttgart."  mehr...

SWR2 Kultur aktuell SWR2

Einigung mit Nigeria Rückgabe vieler Benin-Bronzen aus dem Linden-Museum steht bevor

Nach der Einigung zwischen Deutschland und Nigeria über die sogenannten Benin-Bronzen sollen viele Kunst-Objekte in das westafrikanische Land zurückgebracht werden.  mehr...

SWR Aktuell Baden-Württemberg SWR Fernsehen BW

Stuttgart

Koloniales Raubgut Stuttgarter Linden-Museum will Bronzen an Nigeria zurückgeben

Mehr als 60 Bronzen aus dem heutigen Nigeria, die als koloniales Raubgut gelten, befinden sich in deutschen Museen - auch im Stuttgarter Linden-Museum. Das soll sich ändern.  mehr...

STAND
INTERVIEW
Kristine Harthauer