Gespräch

Direktor des Lenbachhauses: Antisemitismus nicht nur ein Problem der documenta

STAND
INTERVIEW
Frauke Oppenberg

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Die documenta 15 zeige, dass Antisemitismus und Rassismus zu den wichtigsten Themen in unserer Gesellschaft gehörten, sagt der Direktor des Lenbachhauses, Matthias Mühling, im SWR2 Gespräch: Auf jeder documenta wurde jeweils genau die Themen diskutiert, die für die Gesellschaft maßgeblich waren.“ Insofern zeige auch die aktuelle Antisemitismus Diskussion der documenta 15, dass dies ein grundsätzliches Problem unserer Gesellschaft sei, und nicht nur der documenta", stellt der Kunstexperte fest.

Kulturmedienschau Generaldirektorin der Documenta tritt zurück: „Überfälliger Schritt“ | 18.7.2022

Vor gut vier Wochen ist die documenta ist in die schwerste Krise ihrer Geschichte gestürzt, nachdem antisemitische Karikaturen auf dem Großbanner „People’s Justice“ vom indonesischen Kollektiv Taring Padi entdeckt worden sind. Am Samstag dann die Nachricht: Der Vertrag der Generaldirektorin der Documenta, Sabine Schormann, wird beendet. Darauf verständigte sich der Aufsichtsrat der Documenta in einer Sitzung, die sechs Stunden gedauert haben soll. Die Feuilleton-Seiten der Tageszeitungen kommentieren diese Entscheidung, unsere Kulturmedienschau fasst sie zusammen.  mehr...

SWR2 am Morgen SWR2

Was geht - was bleibt? Zeitgeist. Debatten. Kultur. Antisemitismus: Die Desaster-Documenta

Monatelange Warnungen und Debatten und dann ist es genauso gekommen: Antisemitische Abbildungen auf der Documenta. Der Schaden für die weltweit wichtigste Kunstausstellung ist enorm. Zu allem Überfluss fehlt eine Person, die klar die Verantwortung übernimmt, sagt Jan Tussing im Podcast. Außerdem erklärt Andrea Geier, Kulturwissenschaftlerin von der Uni Trier, die vertrackte Geschichte des Antisemitismus in antikolonialen Kontexten.

Habt ihr noch mehr Themen, die wir uns dringend anschauen sollten? Schreibt uns auf kulturpodcast@swr.de

Host: Philine Sauvageot
Redaktion: Max Knieriemen, Pia Masurczak und Philine Sauvageot  mehr...

Kunst documenta fifteen: Das Ruruhaus als Keimzelle des Lumbung-Konzepts – Beuys lässt grüßen

Make friends, not art – mit diesem leicht ironischen Satz erhebt das indonesische Kuratorenkollektiv Ruangruppa den gemeinsamen kreativen Austausch im ruruhaus auf der documenta fifteen in Kassel zur höchsten Kunstform. Das erinnert an Joseph Beuys Einsatz für eine direkte Demokratie, es gibt aber auch Unterschiede.  mehr...

SWR2 Kultur aktuell SWR2

Was geht - was bleibt? Zeitgeist. Debatten. Kultur. Friede, Freude und Lumbung? Streit um Antisemitismus auf der Documenta

Bitte im Hinterkopf behalten: Bei der Documenta gibt es großen Streit um ein Bild das eindeutig antisemitische Darstellungen enthält. Diese Podcastfolge ist Anfang Mai entstanden, wir und die beteiligten Interviewpartner diskutieren dementsprechend die Vorwürfe, die zu diesem Zeitpunkt bekannt waren.

Solidarisch, bürgernah. und vor allem: ganz anders. So sollte die documenta fivteen in diesem Jahr werden –kurz vor der Eröffnung der wichtigen Ausstellung zur Gegenwartskunst aber sieht sich das indonesische Kuratorenkollektiv Ruangrupa mit einer Debatte um Antisemitismus konfrontiert.

Was ist an den Vorwürfen dran? Das untersucht diese Folge von Was geht, was bleibt – im Gespräch mit Elke Buhr vom Monopol-Magazin, dem Publizisten Micha Brumlik und der Kunsthistorikerin Dorothee Richter. Zaungast ist Joseph Beuys.

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Host: Daniel Stender
Redaktion: Daniel Stender und Pia Masurczak  mehr...

Kunst Das Künstlerkollektiv „project art works“ und sein Documenta-Kunstprojekt mit Menschen mit Behinderung

Gemeinsam kreativ – das britische Künstler*innen-Kollektiv project art works setzt sich auf der documenta fifteen in Kassel für Neurodiversität in der Kunst ein. Hierfür schafft die Gruppe aus dem britischen Hastings mit Menschen mit Behinderung auf Augenhöhe Kunstwerke. Die Produktion steht dabei nicht im Vordergrund, vielmehr geht es um Gemeinschaft und Vielfalt.  mehr...

SWR2 Kultur aktuell SWR2

Gespräch Meron Mendel: „Fronten verhärten sich in der documenta-Debatte nur noch!“

Im Gespräch mit SWR2 nimmt Meron Mendel, der Direktor der Bildungsstätte Anne Frank Stellung zur aktuellen Entwicklung in der Antisemitismus-Debatte rund um die documenta fifteen. Von der eingesetzten Expertenkommission erwartet Mendel keine schnellen Statements: „Die Experten müssen sich erst einmal untereinander austauschen und eine eigene Bewertung ziehen, bevor sie an die Öffentlichkeit gehen“, sagte Mendel in SWR2, „ich verliere langsam das Vertrauen in die Bereitschaft von Ruan Grupa hier tatsächlich einen konstruktiven Prozess in Gang zu setzen.“  mehr...

SWR2 am Morgen SWR2

Kunst Steinmeier zwischen den Stühlen auf der documenta fifteen

Die documenta fifteen wird bei den Besucher*innen dieses Wochenendes bisher überwiegend positiv aufgenommen, doch eine Antisemitismus-Debatte trübt die gute Laune.  mehr...

SWR2 am Morgen SWR2

Gespräch Meron Mendel: Antisemitismus-Vorwürfe gegen documenta 15 „unbegründet“

Die Antisemitismus-Vorwürfe gegen die documenta 15 erachte er als unbegründet, sagt Meron Mendel, Direktor der Frankfurter Bildungsstätte Anne Frank im Gespräch mit SWR2. Der Weltkunstschau wurden Vorwürfe gemacht, weil ein eingeladener palästinensischer Künstler den kulturellen Boykott Israels unterstützen würde.  mehr...

SWR2 Kultur aktuell SWR2

Gespräch Wie sieht es mit der Freiheit der Kunst aus? Der Historiker Moshe Zuckermann über sein neues Buch

Wie es mit der Freiheit der Kunst aussieht, das wird seit dem documenta-Skandal heftig diskutiert. Das Buch zum Thema hat der israelisch-deutsche Soziologe und emeritierte Professor für Geschichte und Philosophie an der Universität Tel Aviv Moshe Zuckermann geschrieben.  mehr...

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Frauke Oppenberg