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„Alles, was noch nicht gewesen ist, ist Zukunft, wenn es nicht gerade jetzt ist“. Diesen etwas seltsamen Satz von Angela Merkel hat der Fotograf Andreas Mühe als Überschrift für seine Ausstellung in Dresden gewählt. Ab 10. Juli 2021 zeigt er dort Bilder eines Merkel-Doubles im altehrwürdigen Bonner Kanzler-Bungalow, zum Beispiel beim Fensterputzen oder im Pool. Ihn interessiere vor allem die Zwischenwelt, die in diesem Satz anklinge, sagt Mühe in SWR2.

Ausstellung „Alles, was noch nicht gewesen ist, ist Zukunft, wenn es nicht gerade jetzt ist“ in Dresden (Foto: Pressestelle, Andreas Mühe / VG Bild-Kunst, Bonn 2021 )
Am Grab, 2021 aus der Serie „Kanzlerbungalow“. Die Fotos dieser Serie hat Mühe mit einem Merkel-Double im Bonner Kanzlerbungalow aufgenommen. Pressestelle Andreas Mühe / VG Bild-Kunst, Bonn 2021 Bild in Detailansicht öffnen
„Wo geht dieser Mensch hin nach 16 Jahren Kanzlerschaft“, hat sich Mühe gefragt. „In meiner Fantasie ist sie dann ein paar Tage nach Bonn gegangen.“ Foto: Andreas Mühe, Am Bett, 2021 aus der Serie „Kanzlerbungalow“ Pressestelle Andreas Mühe / VG Bild-Kunst, Bonn 2021 Bild in Detailansicht öffnen
Was ist nötig, damit man meint, man erkenne einen bestimmten Mensch? „Haltung, Blazer und der Haarschnitt - damit kann man schon mal alles erzeugen“, sagt Mühe zu dieser Frage in Bezug auf die Kanzlerin. Andreas Mühe, Am Klavier, 2021 aus der Serie „Kanzlerbungalow“. Andreas Mühe / VG Bild-Kunst, Bonn 2021 Bild in Detailansicht öffnen
Andreas Mühe, Am Pool, 2021 aus der Serie „Kanzlerbungalow“ Pressestelle Andreas Mühe / VG Bild-Kunst, Bonn 2021 Bild in Detailansicht öffnen
Andreas Mühe, Am Baum, 2021 aus der Serie „Kanzlerbungalow“. Andreas Mühe / VG Bild-Kunst, Bonn 2021 Bild in Detailansicht öffnen
Schon früher arbeitete Andreas Mühe mit einem Merkel-Double. Foto: Andreas Mühe, Unterm Baum, 2008. Pressestelle Andreas Mühe / VG Bild-Kunst, Bonn 2021 Bild in Detailansicht öffnen
Andreas Mühe, Ihr Büro, 2009 Pressestelle Andreas Mühe / VG Bild-Kunst, Bonn 2021 Bild in Detailansicht öffnen
Auch die echte Angela Merkel fotografierte Andreas Mühe. Foto: Andreas Mühe, Angela Merkel, 2009 Pressestelle Andreas Mühe / VG Bild-Kunst, Bonn 2021 Bild in Detailansicht öffnen
Pressestelle Andreas Mühe / VG Bild-Kunst, Bonn 2021 Bild in Detailansicht öffnen

Eine Zwischenwelt: die Phase vor der Wahl bis zur neuen Regierung

In einer Zwischenwelt, so der Fotograf, befänden wir uns auch jetzt, gerade kurz vor dem Ende der Ära Merkel: Einerseits geprägt von 16 Jahren Kanzlerinnenschaft, andererseits ohne konkrete Pläne der Person Merkel nach der Bundestagswahl. „Jetzt kommt die Wahl. Bis wir eine neue Regierung haben, das wird vielleicht eine Weile dauern. Wir sind in einem sehr schwammigen halben Jahr, würde ich sagen" so Mühe.“

Mühe hat zwar bereits mehrfach auch die reale Angela Merkel porträtiert, kann aber der Arbeit mit dem Double viel abgewinnen. Die Inszenierung von Gesten, Frisur oder Blazer zeige schließlich auch, wie der Glaubensgehalt von Fotografie und politischer Ikonografie funktioniere.

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