Gespräch Alexander Kluge: „Die rätselhafte Macht der Oper“

Dauer
Sendedatum
Sendezeit
12:33 Uhr
Sender
SWR2

Alexander Kluge präsentiert in Ulm ein mehrteiliges Ausstellungsprojekt zur „Macht der Musik”. Der große Filmemacher inszeniert in der Kunsthallte Weishaupt und im Museum Ulm neueste Filmarbeiten, Textpassagen und künstlerische Interventionen zum Thema Oper, unter dem Titel „Tempel der Ernsthaftigkeit“. Eine Alchimistenküche, mit der er die Bedeutung von Opernmusik für die Gegenwart neu erschließen möchte, so Alexander Kluge in SWR2.

Dauer
Sendedatum
Sendezeit
22:45 Uhr
Sender
SWR Fernsehen

Ausstellung „Die Macht der Musik” von Alexander Kluge in Ulm

Alexander Kluge - Die Macht der Musik. Die Oper - Tempel der Ernsthaftigkeit (Foto: Courtesy Alexander Kluge. 2019)
Sein Vater sei Theaterarzt gewesen und ein großer Verdi-Freund, erinnert sich Alexander Kluge in SWR2. So habe auch er seine Liebe zur Oper entdeckt. „Das Problem ist, dass mir die Oper zugleich auch rätselhaft ist. Ich bin bezaubert von der Musik, finde aber die Handlung gelegentlich abgehoben und bin grundsätzlich dagegen, dass Soprane im fünften Akt ermordet werden.“ - Auf dem Bild: Alexander Kluge - Hannelore Hoger, Aus: Die Sanfte Schminke des Lichts, 2007, Filmstill. Courtesy Alexander Kluge. 2019 Bild in Detailansicht öffnen
In neun Stationen, so Kluge, bekomme er in Ulm nun die Gelegenheit, das Thema der „Musik als großer Macht“ auszubreiten. „Sie ist etwas Vertrauenswürdiges, auf das wir zu wenig achten.“ Musik und Theater hätten dabei miteinander zu tun. „Sie hängen nicht einfach statisch an der Wand.“ Eine Oper mit modernen Kunstwerken zusammenzubringen, fessele ihn deshalb. - Auf dem Bild: Alexander Kluge - Der Opernsänger im Stummfilm (mit Helge Schneider), Aus: Der Tempel der Ernsthaftigkeit, Filmstill. Courtesy Alexander Kluge. 2019 Bild in Detailansicht öffnen
Highlights der Ausstellung sind unter anderem ein zwölf Meter langes, bedrucktes Seidentuch von Katharina Grosse, das aus der Vorlage von vier Bühnenbildern entstanden sei, Arbeiten von Thomas Demandt und Anselm Kiefer. Man mache in Ulm „eine Art Wunderkammer auf“, so Alexander Kluge, eine Welt von Gegenalgorithmen der Musik zu den Algorithmen aus dem Silicon Valley. - Auf dem Bild: Alexander Kluge - Mondrian-Maschine Nr. 3: „Puschkin`s lost diary“. In Zusammenarbeit mit Sarah Morris, Filmstill. Courtesy Alexander Kluge. 2019 Bild in Detailansicht öffnen

Alexander Kluge, „Macht der Musik. Die Oper - Tempel der Ernsthaftigkeit” in der Kunsthalle Weishaupt und im Museum Ulm, vom 20. Oktober 2019 bis zum 20. April 2020.

INTERVIEW
STAND