Geschichtspolitik der PiS: Ein Museum für das Warschauer Ghetto

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6:00 Uhr
Sender
SWR2

Mit dem Museum „Polin“ gibt es bereits ein großes Haus zur Geschichte der polnischen Juden. Doch der rechtsnationalen PiS-Regierung genügt das nicht: Sie will ein weiteres Museum, speziell für das Warschauer Ghetto, errichten.

Das Gebäude als Hülle gibt es bereits: Es ist das berühmte Kinderkrankenhaus von Janusz Korcza. Über das, was im Innern des Museums ab 2023 gezeigt werden soll, gibt es aber heiße Debatten. Denn die PiS betreibt mit Museen erklärtermaßen Geschichtspolitik, in der Polen als Heldennation verklärt wird. Überlebende des Ghettos und Antisemitismus-Experten wollen das verhindern, fragen sich allerdings, ob ihre Mitarbeit am Konzept nur als Feigenblatt dient.

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