Ausstellung Reiss-Engelhorn-Museen: Auf Eiszeit-Safari in Mannheim

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Sendezeit
18:40 Uhr
Sender
SWR2

Es war ein Mannheimer, der Naturwissenschaftler Karl Friedrich Schimper, der den Begriff der „Eiszeit“ prägte. In seiner Tradition starten die Reiss-Engelhorn-Museen (REM) jetzt ins Aktionsjahr „Mannheim, Klima und Wandel“. Auf dem Programm stehen neben Vorträgen und Ausstellungen eine Kinder-Uni und ein Theaterstück. Der Höhepunkt wird die Wanderausstellung „Eiszeit-Safari“ sein, die ab Herbst 2020 in den REM zu sehen ist.

Der Begriff „Safari“ bietet sich an, denn auf der eisfreien Tundra auf dem heutigen Gebiet der Stadt Mannheim streiften vor 35.000 bis 10.000 Jahren Löwen, Elefanten, Büffel und Hyänen umher. Deren lebensgroße Nachbildungen können die Besucher*innen in der Ausstellung bewundern. Die Ausstellung greift außerdem auf die große Sammlung von Eiszeit-Knochenfunden der REM zurück, die teilweise in diesem Zusammenhang zum ersten Mal öffentlich gezeigt werden.

Eiszeit-Safari

Ausstellung „Eiszeit-Safari“ in den Reiss-Engelhorn-Museen (Foto: Bildmontage Katharina Kreger-Schwerdt, Grundlage Remie Bakker (Foto Rekonstruktion) und Wilfried Rosendahl (Foto Hintergrund))
Mammutkühe und -kälber lebten in Herden, während Bullen Einzelgänger waren. Jungbullen schlossen sich ebenfalls in Gruppen zusammen. Bildmontage Katharina Kreger-Schwerdt, Grundlage Remie Bakker (Foto Rekonstruktion) und Wilfried Rosendahl (Foto Hintergrund) Bild in Detailansicht öffnen
Wildpferde lebten ähnlich wie ihre heutigen Nachkommen in Herden zusammen. Tobias Schwerdt Bild in Detailansicht öffnen
Oberschädel eines Höhlenlöwen aus der Sammlung Reis. Er wurde in einer Kiesgrube in der Oberrheinregion gefunden. Wilfried Rosendahl Bild in Detailansicht öffnen
Die Rekonstruktion eines Höhlenlöwen, wie er in der Oberrheinregion lebte. Marc Steinmetz Bild in Detailansicht öffnen
Im Labor für Altersbestimmung: Prof. Wilfried Rosendahl, Direktor der Reiss-Engelhorn-Museen sowie Leiter des Forschungsprojekts „Eiszeitfenster Oberrheingraben”, und Dr. Ronny Friedrich, Leiter des Klaus-Tschira-Labors im Curt-Engelhorn-Zentrum Archäometrie. Maria Schumann Bild in Detailansicht öffnen
Eine Datierung mit der Radiokarbon-/14CMethode im Curt-Engelhorn-Zentrum Archäometrie ergab, dass dieser Höhlenlöwe vor etwa 32.000 Jahren in der Region Rhein-Neckar lebte. Maria Schumann Bild in Detailansicht öffnen
Das Skelett eines Höhlenbären. Höhlenbären waren reine Pflanzenfresser. Tobias Schwerdt Bild in Detailansicht öffnen
Beprobung am Zahn eines Mammutkalbes aus der Sammlung Reis. CEZA, Mannheim Bild in Detailansicht öffnen

Weitere Veranstaltungen des Aktionsjahres sind unter anderem eine Ringvorlesung in Kooperation mit der Universität Mannheim, die am 18. Februar startet, die Uraufführung von „Siebenundzwanzig Jahre - Ein Stück über die Klimakrise“ am Nationaltheater Mannheim und die Sonderausstellung „Versteinertes Wetter“ im Pfalzmuseum in Bad Dürkheim.

Eiszeit-Safari. Reiss-Engelhorn-Museen, Mannheim. Vom 20.9. 2020 - 14.2.2021

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