Ausstellung „Möchtegern-Hexe, Dichterin und Metzgerin“: Pauline Curnier Jardin erhält Preis der Nationalgalerie

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Die in Berlin lebende Französin Pauline Curnier Jardin ist mit dem Preis der Nationalgalerie ausgezeichnet worden. Sie bezeichnet sich als „Möchte-gern Hexe, Dichterin und Metzgerin“. Ihre Werke sind stark feministisch und interpretierbar als Protest gegen die global grassierende Rückkehr von Macho-Rüpeln. Auch die Förderpreis-Trägerin ist eine selbstbewusste Frau: Lucia Margarita Bauer wurde für ihren Film "Maman, Maman, Maman" ausgezeichnet - einen Rückblick auf drei Generationen von Müttern.

Der Preis der Nationalgalerie wurde zum ersten Mal im Jahr 2000 in Berlin verliehen. Vorbild war der britische Turner Prize, der viele Künstlerkarrieren beeinflusst hat. Seither sucht alle zwei Jahre eine Jury den Preisträger oder die Preisträgerin aus einer shortlist von vier Künstlerinnen und Künstlern aus, die zuvor ihre Arbeiten in einer Ausstellung im Hamburger Bahnhof zeigen. Das Berliner Museum für die Kunst der Gegenwart gehört zur Nationalgalerie.

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